Australien Matrose verschläft eigene Rettung auf See

Sieben Helikopter, zwei Flugzeuge, Suchboote, Kosten von mindestens 250.000 Dollar: Vor der Küste Australiens lief eine großangelegte Suche nach einem Matrosen. Stunden später fand man den Mann - wohlauf und gut versteckt an Bord.


Die australische Küstenwache hat mit großem Einsatz nach einem Matrosen gesucht, der an Bord eingeschlafen war. Sein Verschwinden fiel dem Skipper an Bord eines Fischkutters vor der Küste Cooloolas in Queensland auf, wie die Zeitung "Brisbane Times" berichtet. Demnach habe der Skipper stundenlang nach seinem Kollegen gesucht, ihn aber nicht gefunden. Er entsendete einen Notruf.

Die Küstenwache befürchtete, dass der 45-Jährige über Bord gegangen war. Sieben Hubschrauber, zwei Flugzeuge sowie mehrere Polizei- und Küstenwachboote suchten stundenlang nach dem Matrosen.

Erst fast 14 Stunden später entdeckte ein Crewmitglied laut Polizei den Vermissten. Dem Sender ABC sagte der Mann, ihm sei aufgefallen, dass der Griff eines Laderaums bewegt worden sei. Er habe nachgesehen - und den Matrosen im Tiefschlaf unter einem Bündel von Tauen gefunden.

Eine Sprecherin der Rettungskräfte bezifferte allein die Kosten des Einsatzes von drei Helikoptern gegenüber dem Sende ABC auf 250.000 australische Dollar. Das sind gut 157.000 Euro. Ihr zufolge sei unklar, ob eine Entschädigung gefordert werde.

Anmerkung: In einer früheren Fassung war die Rede von US-Dollar. Wir haben den Fehler korrigiert.

jpz/AFP

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