Tasmanien Stachelrochen tötet Schwimmer

In Australien ist ein Mann von einem Rochen angegriffen worden. Zwar konnte er noch von Freunden an den Strand gezogen werden. Doch der Stich in den Unterleib war tödlich.

Stachelrochen vor den Niederländischen Antillen (Archivbild)
Getty Images

Stachelrochen vor den Niederländischen Antillen (Archivbild)


Beim Schwimmen vor der australischen Insel Tasmanien ist ein 42 Jahre alter Mann von einem Stachelrochen tödlich verletzt worden. Der Mann war an einem Strand namens Roches Beach im Osten der Inselhauptstadt Hobart allein im Wasser.

Dort versetzte ihm der Rochen nach Berichten von Augenzeugen überraschend einen Stich in den Unterleib. "Der Mann konnte noch von Freunden an den Strand gebracht werden. Aber alle Versuche, ihn wiederzubeleben, blieben erfolglos", zitiert "ABC News" die örtliche Polizei. Laut den Angaben verstarb er an einem Herzstillstand.

Solche Angriffe sind in Australien verhältnismäßig selten. Prominentestes Opfer ist der australische Tierfilmer Steve Irwin, der 2006 von einem Stachelrochen ins Herz getroffen wurde und daran starb. Irwin, der auch als "Crocodile Hunter" bekannt war, wurde 44 Jahre alt. Erst im April hatte Hollywood den Australier mit einem Stern auf dem berühmten "Walk of Fame" geehrt.

Fotostrecke

10  Bilder
Legendärer Dokumentarfilmer: Das gefährliche Leben des Steve Irwin

In den Gewässern um Roches Beach leben einige Rochenarten. Angriffe der Tiere sind von dem Strandabschnitt in Tasmanien bisher nicht bekannt gewesen, heißt es.

Stechrochen (Dasyatidae), so die wissenschaftliche Bezeichnung, verfügen an ihrem langen Schwanz über einen oder mehrere Giftstachel, die mit Widerhaken versehen sind und bis zu 30 Zentimeter lang werden können.

Die Tiere, die sich gern nahe des Meeresbodens aufhalten, greifen meist nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Gefährlich sind vor allem Stiche in den Bauch- oder Brustbereich - hier treten oft massive Blutungen auf, die umgehend behandelt werden müssen. Das Gift ist dagegen zwar sehr schmerzhaft aber in der Regel nicht tödlich. Hier besteht aber erhöhte Gefahr für Allergiker, einen allergischen Schock zu erleiden.

joe/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 21 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
111ich111 17.11.2018
1. In Australien ist ein Mann von einem Rochen angegriffen worden
Garantiert nicht. Der bedauernswerte Mann ist dem Rochen sicherlich zu nahe gekommen. Aber angegriffen hat der Rochen den Mann bestimmt nicht (so aus dem Hinterhalt und absichtlich und bösartig und so, auch wenn es reißerisch klingt).
Papazaca 17.11.2018
2. Eine schmerzhafte Erfahrung
Vor ein paar Jahren bin ich mit französischen Freunden in Guinea- Bissau zu einer kleinen Insel zum Picknick gefahren. Ich habe dann mit einem kleinen Mädchen Fußball gespielt, die den Ball aus Versehen ins Wasser schoss. Beim Holen des Balles bin ich dann auf einen Rochen getreten, der mich in meinen Fuß in der Nähe der Archilles-Sehne stach. Es tat sauweh und ein Fischer saugte den Stachel aus der Wunde. Alle ließen es sich gut gehen, ich hielt meinen Fuß über ein Feuer und trank Johnny Walker, die anderen heiterten mich mit blöden Witzen auf. Es war ein Höllenschmerz. Auf der Insel zurück (ich war auf dem Bijagos-Archipel) hatte ich einen geschwollenen Riesenfuss und bekam Antibiotika. Nach ca. 4 Tagen war alles wieder ok. Jetzt erinnert nur noch eine Narbe an alles. Das ist also eine wahre Rochen-Geschichte. Passiert übrigens öfters, das jemand auf einen Rochen tritt. Also ist besser, hinzusehen, wohin man tritt, auch im Wasser. Übrigens, wenn ich ein Rochen wäre, würde ich auch stechen, wenn jemand auf mich treten würde. Was an diesen anderen Räuberpistolen wahr ist und wie es passiert ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, das ich keine Lust auf ein weiteres Treffen mit einem Rochen habe.
Little_Nemo 17.11.2018
3. Tritt niemals einem Rochen zu nahe!
Zitat von 111ich111Garantiert nicht. Der bedauernswerte Mann ist dem Rochen sicherlich zu nahe gekommen. Aber angegriffen hat der Rochen den Mann bestimmt nicht (so aus dem Hinterhalt und absichtlich und bösartig und so, auch wenn es reißerisch klingt).
Ich weiß jetzt nicht, warum man sich hier mit solchen Spitzfindigkkeiten aufplustern muss. Ob der Mann dem Rochen nun zu nahe gekommen ist - was immer das auch bedeuten mag - oder der Rochen einfach nur schlechte Laune hatte und ihm der Schwimmer gerade recht kam, können wir doch gar nicht beurteilen. Fakt ist jedenfalls offenbar, dass der Rochen den Schwimmer attackiert hat. Auch Tiere tragen keinen Heiligenschein und bei weitem nicht immer ist derjenige, der es abkriegt, auch der, der schuld ist. Tiere interessieren sich sowieso eher weniger für Schuldfragen. Natürlich sollte man keine Tierart pauschal verteufeln, aber man kann es mit der Naturverklärung auch übertreiben. So plüschig wie in Disney-Filmen geht es da nunmal nicht zu.
post-postfaktisch! 17.11.2018
4. Nicht spitzfindig, sondern wichtig!
Zitat von Little_NemoIch weiß jetzt nicht, warum man sich hier mit solchen Spitzfindigkkeiten aufplustern muss. Ob der Mann dem Rochen nun zu nahe gekommen ist - was immer das auch bedeuten mag - oder der Rochen einfach nur schlechte Laune hatte und ihm der Schwimmer gerade recht kam, können wir doch gar nicht beurteilen. Fakt ist jedenfalls offenbar, dass der Rochen den Schwimmer attackiert hat. Auch Tiere tragen keinen Heiligenschein und bei weitem nicht immer ist derjenige, der es abkriegt, auch der, der schuld ist. Tiere interessieren sich sowieso eher weniger für Schuldfragen. Natürlich sollte man keine Tierart pauschal verteufeln, aber man kann es mit der Naturverklärung auch übertreiben. So plüschig wie in Disney-Filmen geht es da nunmal nicht zu.
Es gibt keinen Rochen mit schlechter Laune. Das ist Blödsinn. Es gibt aber Reviere, Brut, Fressverhalten etc. Das Verhalten der Meerestiere ist bekannt und auf Grund der Entwicklungsgeschichte der Tiere fast immer extrem gut vorhersagbar. Deswegen kann als gesichert gelten, dass der Rochen nicht an die Oberfläche schwimmt und mal so n bisschen rumstochert. Jedes Kleinkind weiß hier, dass man einem Pitbull nicht den Fressnapf klaut, sich einem fremden Pferd von hinten nähert oder die Abkürzung über die Wiese mit den Jungbullen nimmt. Aber um die halbe Welt reisen, sich ohne jede Kenntnis und jede Information in ein fremdes Biotop begeben als wäre es die örtliche Badeanstalt und dann heulen wenn man auf einen Rochen latscht. Ich hab als langjähriger Taucher schon dutzende Badegäste auf Steinfische, Stechrochen oder die niedlich bunten und zutraulichen Riesendrücker aufmerksam gemacht und ihnen erklärt, dass die nicht spielen wollen... deswegen ist es keine Spitzfindigkeit darauf aufmerksam zu machen wo das Problem liegt, sondern wichtig.
ffmfrankfurt 17.11.2018
5. @little_nemo
Da spricht jemand, der sich mit Tieren offensichtlich überhaupt nicht auskennt. ‘Schlechte Laune’ gibt es im Tierreich nicht. Nur Revierverhalten, Brutpflege/Verteidigung, Nahrungskonkurrenz oder Brunftverhalten. Aus ’schlechter Laune‘ heraus ein/jemand anderes angreifen ist aber energetischer Unsinn - deswegen: setzen und zurück in die Allgemeinbildung.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.