Australien Tausende Menschen fliehen vor Buschbränden

Die Feuerwehr kämpft gegen ungefähr 130 Buschfeuer im Osten Australiens. Einsatzkräfte fürchten, dass noch weitere Brände aufflammen werden.

Feuerwehr im Deepwater National Park in Queensland
AFP

Feuerwehr im Deepwater National Park in Queensland


In Queensland im Nordosten Australiens wüten Buschbrände. Die Behörden riefen in Teilen des Bundesstaats die höchste Alarmstufe aus. Allein in der Stadt Gracemere wurden rund 8000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

"Wir werden schnell immer weitere Brände aufflammen sehen, das ist erst der Anfang", warnte eine Sprecherin der Einsatzkräfte. "Es ist schwierig zu sagen, wie lange die Menschen noch in den betroffenen Bereichen bleiben können, da sich die Winde schneller beschleunigen als erwartet."

Auch die Premierministerin des Bundesstaats, Annastacia Palaszczuk, forderte die Einwohner der betroffenen Gebiete dazu auf, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. "Wir sind noch nie zuvor in diesem Staat in einer solchen Situation gewesen", sagte sie.

Mehr als 30 Schulen blieben geschlossen. Die Anzahl der zerstörten Häuser ist laut Behörden bisher einstellig, es sei aber noch zu früh, um genaue Angaben machen zu können. Berichte über Todesopfer gibt es bislang nicht.

Feuerwehrleute im gesamten Bundesstaat waren gegen ungefähr 130 Brände im Einsatz. Hitze und Dürre begünstigen die Ausbreitung der Flammen. In Queensland wurden Rekordtemperaturen verzeichnet. Für mehrere Orte erwarten die Meteorologen mehr als 40 Grad.

Unterdessen kämpft der Nachbarstaat New South Wales gegen heftige Regenfälle und Gewitter. In Sydney kam es zu einem Verkehrschaos. Flüge und Bahnverbindungen wurden gestrichen und Autofahrer steckten auf überschwemmten Straßen fest, nachdem binnen wenigen Stunden mehr Regen niederging als üblicherweise im ganzen Monat November.

bbr/AFP/dpa



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