Sydney - Paul McVeigh hat es doch nur gut gemeint. Der Australier wollte seinem Sohn Nicklas helfen, endlich die gewünschte Lehrstelle als Elektriker zu bekommen. Doch Hunderte Bewerbungen blieben erfolglos. Also ließ sich McVeigh etwas einfallen: Er schaltete eine Kleinanzeige in der Zeitung "Mackay Daily Mercury" und versprach demjenigen ein Jahr Freibier, der Nicklas einen Ausbildungsplatz bietet.
"Andere Leute geben Berge von Geld für eine Uni-Ausbildung aus - ich fand, Freibier ist eine gute Investition", sagte McVeigh. Er habe kalkuliert, umgerechnet knapp 1400 Euro für das Bier ausgeben zu müssen.
Niemand meldete sich mit einem Lehrstellenangebot. Dafür kamen umso mehr andere Reaktionen. Das sei Bestechung, meinte ein Zeitungsleser in einer Zuschrift. "Es ist irgendwie zum Alptraum geworden", sagte McVeigh. "Mich haben jede Menge Leute angerufen, auch ausländische Brauereien, die uns sponsern wollten, aber einen Ausbildungsplatz gab es nicht."
Nicklas, 18, ist bei seiner Mutter in Dänemark aufgewachsen, aber vor kurzem zu seinem Vater nach Australien gezogen. "Ich werde nicht aufgeben, hier eine Stelle zu finden", sagte er der "Mackay Daily Mercury".
ulz/dpa
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