A2 nahe Braunschweig Fußgänger stirbt bei Autobahn-Überquerung

Zwei junge Männer haben bei Braunschweig versucht, an der Autobahn 2 zur Raststätte auf der anderen Fahrbahnseite zu gehen. Nur einer der beiden überlebte.


Ein 20-Jähriger ist auf der Autobahn 2 von einem Auto erfasst und getötet worden. Der junge Mann wollte laut Polizei mit einem Begleiter von einer Raststätte zur anderen gehen - mitten über die Fahrbahn.

Auf dem Weg überfuhr ihn das Auto. Kurz darauf wurde sein Körper von einem weiteren Auto und einem Lastwagen überrollt. Der 22 Jahre alte Begleiter des Opfers schaffte es am Mittwochabend körperlich unbeschadet auf die andere Seite.

Zunächst war unklar, warum die Männer an der Autobahn zur gegenüberliegenden Rastanlage wollten. Später erwies sich laut Polizei, dass die beiden Flaschensammler waren. Die Männer gehörten zu einer Gruppe, die auf dem Weg nach Rumänien eine längere Pause an der Raststätte Zweidorfer Holz machte. Während ein Teil der Gruppe zum Duschen ging, beschlossen die beiden jungen Männer an der Raststätte nach Pfandflaschen zu suchen.

Die zwei stark Betrunkenen liefen zunächst unbeschadet einmal über die A2 zum nördlichen Teil der Raststätte. Dort ließen sie sich das Pfandgeld auszahlen und kauften Lebensmittel. Anschließend kam es zu einem Streit mit dem Raststätten-Personal, weil die Männer unbezahlte Lebensmittel geöffnet und angebissen wieder zurückgelegt haben sollen. Die beiden wurden aus der Raststätte geworfen und bekamen Hausverbot. Beim anschließenden Versuch, die Autobahn noch einmal zu überqueren, kam es zu dem Unfall.

"Er wurde von einem Auto erfasst, in die Luft geschleudert und flog 53 Meter weit", sagte Hans-Hermann Ehlers von der Autobahnpolizei Braunschweig. Der unverletzte Begleiter versuchte laut Polizei noch bei der Unfallaufnahme versucht, erneut über die Autobahn zu laufen. Die Polizei nahm den Mann daraufhin zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam. "Wir haben ihm erst am Morgen in der Vernehmung sagen können, dass sein Begleiter tot ist", sagte Polizeisprecher Ehlers.

Wegen der Rettungsarbeiten wurde die Autobahn in Richtung Hannover etwa viereinhalb Stunden lang voll gesperrt.

ulz/dpa

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