Frontalzusammenstoß bei Bad Aibling Neun Tote bei schwerem Zugunglück in Bayern

In Bayern sind zwei Züge frontal zusammengestoßen. Mehr als hundert Menschen wurden verletzt, mindestens neun kamen ums Leben.


Bei dem schweren Zugunglück in der Nähe von Bad Aibling hat sich die Zahl der Todesopfer auf neun erhöht. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Es wurden etwa 108 Personen verletzt, 18 davon schwer.

In den frühen Morgenstunden waren auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim zwei Züge frontal zusammengestoßen, der Rettungseinsatz läuft.

Laut Polizei ist nicht auszuschließen, dass die Zahl der Toten weiter steigt. "Wir wissen nicht, ob nicht noch mehr Tote in den verkeilten Zügen gefunden werden. Das ist wirklich schrecklich", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

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Zugunfall: Tödliches Unglück bei Bad Aibling
Zahlreiche Einsatzkräfte sind mit Hubschraubern und Rettungswagen vor Ort. Die Unglücksstelle liegt an einem Kanal, teilweise müssen die Rettungskräfte in Booten des Technischen Hilfswerks dorthin gebracht werden.

Das Unglück geschah gegen 6.45 Uhr auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim. Betroffen sind zwei Züge des privaten "Meridian", der von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) betrieben wird. Warum die beiden Züge zeitgleich auf der Strecke waren, ist noch unklar.

Bei dem Zusammenstoß verkeilten sich die Triebwagen, mehrere Waggons stürzten um. "Der Unfall ist ein Riesenschock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeitern zu helfen", wird BOB-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch in einer Mitteilung zitiert.

Der Zugbetreiber veröffentlichte auf seiner Website eine Notrufnummer für Angehörige. Gegen 13 Uhr wollen die Behörden auf einer Pressekonferenz über die Ereignisse informieren.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

hut/hen/sms/dpa/AP

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