Wichtige europäische Zugverbindung Rheintalstrecke stundenlang gesperrt

Schaden an der Oberleitung: Die Rheintalbahnstrecke ist nach einer Panne gesperrt worden. Die Strecke ist für den Zugverkehr in ganz Europa wichtig - die Bahn warnt vor Verzögerungen.

Zug auf der Rheintalbahnstrecke bei Baden-Baden (Archivbild)
DPA

Zug auf der Rheintalbahnstrecke bei Baden-Baden (Archivbild)


Wieder Probleme auf der Rheintalbahnstrecke: Nahe Freiburg ist ein ICE mit rund 60 Fahrgästen gestrandet. Er sei in eine beschädigte Oberleitung gefahren und habe sie herabgerissen, teilte die Bundespolizei in Weil am Rhein mit. Ohne Strom blieb der Hochgeschwindigkeitszug, der von Köln nach Basel unterwegs war, im Bahnhof von Schallstadt liegen. Ein Fernbus brachte die Passagiere in der Nacht nach Basel.

Wegen des Oberleitungsschadens wurde die Strecke stundenlang gesperrt. Gegen 4.30 Uhr wurde ein Gleis der zweigleisigen Trasse wieder für den Verkehr freigegeben, sagte ein Bahnsprecher. Das zweite Gleis sollte im Lauf des Vormittags folgen. Solange sei im Nah- und Fernverkehr mit Verzögerungen zu rechnen.

In Basel musste ein Fernzug in Richtung Kiel, der vor Mitternacht losfahren sollte, bis zum frühen Morgen im Bahnhof stehen bleiben. Die Fahrgäste konnten in dem Zug übernachten. Die Bundespolizei ermittelt zu den Ursachen. Es gebe aber bislang keine Hinweise auf eine mutmaßliche Beschädigung durch Dritte.

Auf der für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtigen Nord-Süd-Verbindung hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Probleme gegeben. Von Mitte August bis Anfang Oktober war die Trasse zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt, weil sich beim Tunnelbau für eine Neubaustrecke die Schienen gesenkt hatten. Vor knapp einer Woche erst war die Strecke zwischen Freiburg und Basel für mehrere Stunden gesperrt. Ursache dafür war der Austritt einer Chemikalie am Rangierbahnhof in Weil am Rhein.

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jpz/dpa

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