Luxor - Nur etwa zwei Minuten lang dauerte es, bis der Ballon nahe der ägyptischen Tempelstadt Luxor in Flammen aufging und aus einer Höhe von etwa 300 Metern abstürzte: 19 Menschen starben, die meisten von ihnen Touristen.
Schon kurz nach dem Unglück vom Dienstag hatten Experten vermutet, dass ein schadhafter Gasschlauch die Katastrophe verursacht haben könnte. Dies wurde nun bestätigt. Allerdings soll es auch zu menschlichem Versagen gekommen sein.
Ein Sprecher der ägyptischen Luftfahrtbehörde erklärte, der Ballonführer hätte, als gegen Ende der Fahrt ein Schlauch riss, aus dem Gas ausströmte, das Ventil für die Gaszufuhr schließen können. Er habe jedoch nicht richtig reagiert und auch nicht versucht, das Feuer zu löschen. Stattdessen sei er aus dem Korb des Ballons gesprungen, der zunächst wieder an Höhe gewann, ehe er abstürzte. Der Ballon sei fahrtauglich gewesen. Er sei zuletzt im vergangenen Oktober überprüft worden.
Ein Amateurfilmer hatte das Unglück von einem anderen Ballon aus auf Video aufgenommen. Das Material wurde vom Sender al-Dschasira gezeigt. Laut Experten war es das schlimmste Ballonunglück in den vergangenen 200 Jahren. 1989 starben 13 Menschen in Australien, als ihr Ballon nahe der Stadt Alice Springs mit einem anderen kollidierte.
ala/dpa/AP
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