Barbara Becker: Ich wollte mich nicht scheiden lassen

Gut zwei Wochen nach der Scheidung von Boris Becker sagt Barbara: "Ich habe keinen Grund gesehen, diese Beziehung zu beenden." Vor dem High Court in London wird heute das Ergebnis eines DNS-Tests erwartet, der belegen soll, ob Becker der Vater des Kindes der Russin Angela Ermakowa ist.

Boris Becker
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Hamburg - Barbara Becker äußerte sich gegenüber der "Bunten", sie habe die Scheidung nicht unbedingt gewollt. "Ich habe keinen Grund gesehen, diese Beziehung zu beenden“, sagte die 34-Jährige. "Es ging ja nicht nur um ihn und mich, es ging ja auch um unsere Söhne, die in einer intakten Familie aufwachsen sollten.“ Sie hätte ihnen gerne erspart, ohne Vater aufzuwachsen, trage aber sicher "mit Schuld“ an der Scheidung. Der Tag, an dem sie die Scheidungspapiere unterzeichnet habe, sei der "schlimmste Tag meines Lebens“ gewesen. Analog dazu hatte der 33-jährige Becker in einem SPIEGEL-Interview gesagt, die Trennung von Barbara sei "die größte Niederlage seines Lebens".

"Als ob ein Elefant auf mein Herz springt"

Barbara Becker sagte weiter, sie vermisse am meisten die Geborgenheit, die ihr Ex-Tennisstar Boris gegeben habe. "Wenn ich jetzt aufwache, dann ist es immer so, als ob gleich ein Elefant auf mein Herz springt. Früher waren es Tage voller Heiterkeit, ich wusste, ich werde geliebt, meine Kinder sind beschützt, ich habe jemanden an meiner Seite, ich bin nicht allein.“

Die Schauspielerin wird möglicherweise schon am Dienstag aus den USA nach Deutschland kommen, um sich gegen Vorwürfe ihres Ex-Mannes zu wehren, der behauptet, sie lasse sich von einem dubiosen Berater beeinflussen. Ihr deutscher Anwalt Heinz Stolzki sagte am Montag zur Nachrichtenagentur Reuters, seine Mandantin werde derzeit in eine bestimmte Ecke gestellt, die "offensichtlich auf einen Verfolgungswahn von Herrn Becker zurückgeht".

Boris hat Angst um seine Frau

Boris Becker hatte im SPIEGEL-Interview gesagt, er habe Angst um seine Ex-Frau, weil sie bei einem Berater sei, dem sie nicht gewachsen sei. "Es kommt mir spanisch vor, dass ein Mann, den Barbara relativ kurz kennt, ihre absolute Vertrauensperson geworden ist. Das macht mir Angst - vor allem weil er ja auch einen direkten Draht zu meinen Kindern hat. Ohne Daniel entscheidet sie gar nichts mehr."

Bei Besagtem handelt es sich um den in Miami lebenden Geschäftsmann Daniel Deubelbeiss. Eine offenbar dubiose Gestalt. Wer er ist, was er macht, darüber gibt es ganz unterschiedliche Theorien. Beckers Version im SPIEGEL-Interview: "Niemand weiß so recht, was er wirklich macht, wer er wirklich ist. Er sagt, er sei in Israel geboren und zum dritten Mal verheiratet." In seinen amerikanischen Papieren hieße es aber, dass er in der Schweiz geboren sei und zum erstenmal verheiratet sei.

Was wird Barbara Becker über Daniel Deubelbeiss sagen?
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Was wird Barbara Becker über Daniel Deubelbeiss sagen?

Wer ist Barbaras Vertrauter?

Laut "Bild"-Zeitung gibt sich der 36-jährige Übergewichtige mit Pferdeschwanz als Denker und Philosoph aus. Das Boulevardblatt beruft sich auf den holländischen Journalisten Emile Bode, der 1997 über Deubelbeiss' Firma "Vanilla" recherchiert hat. Laut Bode hat Deubelbeiss mindestens 8000 Niederländer geprellt, von denen manche 100.000 Mark verloren haben sollen. Von Deubelbeiss-Mitarbeitern sei ihnen bei Gesellschaftsabenden hoher Gewinn auf dem Wege eines Schneeballsystems versprochen worden. Die vermeintliche Gewinn-Quelle allerdings versiegte rasch, das Geld war weg. Deubelbeiss' "Vanilla" sei in 18 Ländern aktiv gewesen.

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