Superhelden-Imitator Der wohltätige Batman ist tot

Leonard Robinson brachte kranke Kinder zum Lächeln, verschüchterten gab er Selbstvertrauen: Als Batman verkleidet engagierte sich der US-Amerikaner für wohltätige Zwecke. Jetzt ist er bei einem Autounfall gestorben.

AP/ The Charleston Gazette

Als Batman verkleidet ging er in Kinderkrankenhäuser, Schulen und zu Wohltätigkeitsveranstaltungen: Leonard Robinson hatte es sich zur Aufgabe gemacht, im Kostüm eines Superhelden Gutes zu tun. Sein Engagement machte ihn in den USA zu einer kleinen Berühmtheit.

Nun ist der 51-Jährige gestorben. Als der Motor seines eigens angefertigten Batmobils streikte, blieb er auf dem Highway stehen. Ein anderer Wagen fuhr in Robinsons Auto. Bei dem Aufprall wurde Robinson tödlich verletzt.

Er war auf dem Rückweg von einem Festival, bei dem er als Batman aufgetreten war. Zudem hatte er zwei Kindergärten und eine Bibliothek besucht. Laut einer Sprecherin des Festival war es sein dritter Besuch bei der Veranstaltung. "Er hat ihnen das Gefühl gegeben, dass sie die wichtigste Person der Welt waren, wenn er mit ihnen sprach", sagte die Sprecherin.

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Batman-Imitator: Ein Superheld für Kinder
Robinson hatte seine Batman-Karriere 2001 begonnen. Auslöser war die Begeisterung seines Sohnes für den Fledermaus-Superhelden gewesen. Die Reaktionen anderer Kinder hätten Robinson einen neuen Lebensinhalt gegeben, schreibt die "Washington Post".

"Er war mein Bruder, mein Geschäftspartner, mein bester Freund", sagte Scott Robinson. "Er hat viele Leben berührt und viele Kinder zum Lächeln gebracht. Mehr wollte er nicht."

"Er war magisch"

In einem Chat mit Lesern der Zeitung gab der nun Verstorbene 2012 eine Erklärung für seinen Erfolg. "Batman ist der einzige Superheld ohne Superkräfte", sagte er. Kinder könnten sich damit besser identifizieren. Am liebsten höre er von Eltern einen Satz: "Das ist das erste Mal seit Monaten, dass mein Sohn oder meine Tochter gelächelt hat."

Laurie Strongin weinte, als sie von Robinsons Tod hörte. Strongins Sohn Henry war an einer seltenen Krankheit gestorben. Gemeinsam mit ihrem Partner Allen Goldberg gründete sie laut "Washington Post" die Organisation Hope for Henry, die unter anderem Superhelden-Partys in Krankenhäusern veranstaltete. Nie habe Batman Robinson ihr einen Wunsch abgeschlagen, sagte Strongin. "Er war magisch."

Durchschnittlich trat Robinson 18-mal pro Jahr als Batman auf, verteilte Spielzeug an Kinder, gab ihnen Batman-Autogramme und ermunterte sie, sich gegen Mobbing einzusetzen. Laut einem Bericht der "Washington Post" aus dem Jahr 2012 gab Robinson jedes Jahr 25.000 Dollar dafür aus.

2012 sorgte ein Polizei-Video für Aufsehen, das ihn bei einer Kontrolle zeigte. Zu dem Zeitpunkt war Robinson in einem schwarzen Lamborghini unterwegs - und in vollem Batman-Kostüm. Später tauschte er den Luxus-Sportwagen gegen eine Nachbildung des Batmobils aus der TV-Serie der Sechzigerjahre.

Video: Kein Strafzettel für den Superhelden

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ulz/AP



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