Verkehrsunfall: Hunderte Ferkel notgeschlachtet

In Bayern ist ein Lkw mit rund 700 Ferkeln von der Autobahn abgekommen und umgekippt. Hunderte Tiere wurden noch an Ort und Stelle getötet.

Umgekippter Tiertransporter bei Vaterstetten: Die Unglücksursache ist noch unklar Zur Großansicht
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Umgekippter Tiertransporter bei Vaterstetten: Die Unglücksursache ist noch unklar

Vaterstetten - Mehrere hundert Ferkel sind nach dem Unfall eines Tiertransporters in Bayern notgeschlachtet worden. Das Fahrzeug war in der Nacht aus ungeklärter Ursache von der Autobahn 99 bei Vaterstetten abgekommen und umgekippt, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte.

Auch die Boxen auf der Ladefläche mit je etwa zehn Ferkeln kippten dadurch um. Weil die Bergung der Schweine nicht ohne Verletzungen möglich war, ordnete eine Amtstierärztin das Töten noch am Unfallort an. Zur Begründung hieß es, dass die Ferkel durch den Unfall Stresshormone wie etwa Adrenalin ausgeschüttet hätten. Aus lebensmittelrechtlichen Gründen seien die Tiere daher nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Mehrere Metzger übernahmen an der Autobahn das Töten. Die laut Augenzeugenberichten teils laut quiekenden Ferkel wurden zunächst mit elektrischem Strom betäubt und dann "entblutet", wie es eine Behördensprecherin nannte. Die Kadaver kamen danach zur Tierkörperbeseitigung. Einige Ferkel waren schon bei dem Unfall gestorben.

Der Unfall hatte sich um 0.46 Uhr ereignet. Die Polizei geht von einem Fahrfehler des 73 Jahre alten Fahrers rund hundert Meter vor der Raststätte Vaterstetten aus, die der Mann wahrscheinlich ansteuern wollte. Das im norddeutschen Kreis Schleswig-Flensburg zugelassene Fahrzeug hatte die Ferkel nach den Angaben der Polizei in Dänemark abgeholt. Die Tiere sollten nach Italien gebracht und dort gemästet werden. Der Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt.

Der umgekippte Sattelzug sollte noch am Freitag geborgen werden. Dazu musste die Autobahn Richtung Süden zeitweise total gesperrt werden. Möglicherweise ist Öl oder Dieselkraftstoff ausgelaufen. Zur Bergung und dem Töten der Ferkel waren bis zu zwei Fahrspuren gesperrt worden. Es bildete sich ein Stau von rund vier Kilometern.

wit/dpa

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