Schülerstreich Schüsse mit Spielzeugpistole auf Thailands König bleiben ohne Folgen

Es war ein eigenwilliger Streich: Zwei Jungen aus Bayern schossen mit einer Spielzeugpistole auf Thailands König. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft nun eingestellt.

Thailands König Maha Vajiralongkorn im Jahr 2015 (damals noch als Kronprinz)
DPA

Thailands König Maha Vajiralongkorn im Jahr 2015 (damals noch als Kronprinz)


Im vergangenen Juni wurde der thailändische König Maha Vajiralongkorn im bayerischen Erding bei einer Radtour von zwei Jungen mit einer Spielzeugpistole beschossen. Verletzt wurde der 65-Jährige dabei aber nicht. Nun ist klar, dass der Vorfall für die beiden Jugendlichen keine rechtlichen Folgen haben wird.

Die Ermittlungen gegen den Älteren der beiden wegen Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung seien eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Landshut. Der Junge war zur Tatzeit im vergangenen Juni 14 Jahre alt. Sein ein Jahr jüngerer Freund war noch strafunmündig.

König Vajiralongkorn war damals auf einem Fahrrad mit Gefolge in der oberbayerischen Stadt unterwegs. Die beiden Jungen hantierten in einem Garten mit einer Spielzeugpistole. Als der Monarch an dem Grundstück vorbeifuhr, schossen die Jugendlichen auf die Radlergruppe. Später passierte der König die Stelle auch noch mit dem Auto, Kugeln trafen den Wagen.

Das Personal des Königs meldete den Vorfall der Polizei, die Ermittlungen aufnahm. Anzeige erstattete der König nicht.

Ein Gutachten des Landeskriminalamtes habe ergeben, dass die Abschussenergie der Spielzeugwaffe im untersten Bereich gelegen habe und somit kein Verletzungsvorsatz gegeben sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Jungen hätten damals ausgesagt, eine Wette eingegangen zu sein. Dabei sei es darum gegangen, wer zuerst jemanden trifft. Sie hätten niemanden verletzen wollen. Dass sie eine Gruppe des thailändischen Königs trafen, war wohl Zufall.

bbr/dpa



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