Beatles-Sekretärin Freda Kelly: Krisen, Kult und Kaugummis

Mit 17 wurde Freda Kelly Sekretärin der Beatles. Sie erlebte Aufstieg und Ende der "Fab Four" hautnah mit, kümmerte sich um säckeweise Fanpost und schickte den Anhängern schon mal durchgekaute Kaugummis der Popstars. Nun ist eine Dokumentation über die Frau erschienen.

Freda Kelly: Die Beatles-Sekretärin Fotos
REUTERS/ Austin Hargrave/ Good Ol Freda

Hamburg - Eine Aschenputtel-Geschichte - so nennt Freda Kelly ihren ersten Job, um den sie wohl Millionen junge Frauen beneidet haben. Kelly war fast zehn Jahre lang die Sekretärin der Beatles, bis über die Trennung der Band 1970 hinaus. Viel erzählt hat sie anfangs nicht über die wohl aufregendste Zeit ihres Lebens. Nun hat sie jedoch eine Dokumentation darüber drehen lassen.

Ihr Enkel solle wissen, was seine Großmutter in ihrer Jugend gemacht habe, begründete Kelly die Idee für die DVD. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter bat sie um Spenden für das Projekt. Und tatsächlich kamen mehr als 50.000 US-Dollar zusammen.

Auf dem Technikfestival South by Southwest wurde die Dokumentation vorgestellt. Ich weiß nicht, warum ich für diesen Job ausgewählt wurde", sagte die 74-Jährige im Interview mit der Website "The Daily Beast". Sie habe die Beatles schon freundschaftlich gekannt. Als der neue Manager Brian Epstein dann eine Sekretärin suchte, habe sie sich angeboten - und ihren Vater überzeugt, dass sie den Job zumindest für ein Jahr übernehmen dürfe. Er hatte darin nämlich keine Zukunft gesehen.

Freda Kelly betreute auch den Fanclub der "Fab Four" - und bekam hautnah alle verrückten Wünsche mit. Ein Mädel habe Kaugummistreifen geschickt - Kelly ließ die "Fab Four" drauf herumkauen und schickte sie zurück. "Danach dachte ich: Das mache ich nicht noch mal", erinnert sich Kelly. Alles mögliche habe sie den Fans zugeschickt: Haare, T-Shirts, Kleidungsstücke. Bei Fragen nach Fingernägeln habe sie eine Grenze gezogen.

Kelly erzählt auch, wie sie zur Mitwisserin von John Lennon wurde, der seine erste Frau Cynthia Powell betrog. Und wie sie mit den Beatles feierte. Zu einer Frage wollte sie jedoch keine Stellung nehmen: Ob sie jemals mit einem Mitglied der Band ausgegangen sei.

Heute ist Kelly verheiratet und arbeitet bei einer Anwaltskanzlei in Großbritannien.

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Irgendetwas...
j.w.pepper 15.03.2013
...kann da an der "Zeitschiene" nicht stimmen. Wenn Kelly jetzt 74 ist, war sie schon 1956 17 Jahre alt. Da gab es aber noch lange keine Beatles. Auch sonst ist der Artikel gewohnt halbgar. Sehr interessant, dass eine 74-Jährige, die gerade für ihre Enkel eine Dokumentation drehen lässt, "heute ... verheiratet" ist. Und außerdem (immer noch) bei einer Anwaltskanzlei arbeitet. Noch dazu in "Großbritannien", wer hätte das bei ihr gedacht.
2. yoooh
geotie 15.03.2013
Kann ihr jemand sagen, dass ich die Schuhe von Paul gefunden habe die er in Abby Road verloren hatte? Nein, eine Sekretätin, noch dazu ohne was neues zu liefern außer das die Beatles gerade diese Person als Sekretärin hatten. War wohl nicht besonders gut, sonst hätte einer der Beatles die Person weiter beschäftigt. Naja, und wenn ich das Bild von ihr sehe in den frühen Jahren, dann stellt sich mir nicht die Frage ob die mit einem der Beatles ausgegangen ist. Viellecht John, der hatte ja einen Hang zu mütterlich aussehenden Frauen.
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