Familiendrama im Saarland 64-Jähriger gesteht tödliche Schüsse auf seinen Sohn

Er rief selbst die Polizei und gestand die Tat: Am Neujahrstag hat ein 64-Jähriger offenbar seinen Sohn erschossen. Der junge Mann soll psychisch auffällig gewesen sein.


In der kleinen Gemeinde Beckingen im Saarland hat ein 64-jähriger Mann offenbar am Neujahrstag seinen Sohn mit mehreren Schüssen getötet. Laut Angaben der Polizei soll der 29-Jährige "psychisch auffällig" gewesen sein.

In der Vergangenheit seien Beamte schon häufiger ausgerückt, um sich mit dem jungen Mann auseinanderzusetzen. Der Vater, ein bekannter Kommunalpolitiker, habe sich widerstandslos festnehmen lassen und die Tat gestanden. In einer ersten Vernehmung sagte er, er habe Angst vor seinem Sohn gehabt. Dieser war der Polizei zufolge "widerrechtlich" in die Wohnung des Vaters eingedrungen.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" (SZ) berichtet, rief der Vater gegen 14 Uhr am Neujahrstag bei der Polizei an und gestand die Tat. Der 64-Jährige und seine Frau haben laut dem Bericht noch eine ältere Tochter. Die Familie gelte in dem 15.000-Einwohner-Ort als solide, unauffällig und gut integriert. Nur das Verhältnis zum Sohn sei problematisch gewesen.

Im Umfeld der Familie heißt es nach Informationen der "Saarbrücker Zeitung", der 29-Jährige habe Drogenprobleme gehabt. Im Haus seiner Eltern habe er Hausverbot gehabt. Wie das Verhältnis zwischen Vater und Sohn tatsächlich war und wie es zu der tödlichen Auseinandersetzung kam, ist noch unklar.

Der 64-Jährige bleibt vorerst auf freiem Fuß, Haftbefehl wurde laut "SZ" nicht erlassen. Gerichtsmediziner obduzierten den Leichnam. Demnach erlitt der Sohn drei Schussverletzungen in Bauch und Oberkörper, an denen er gestorben ist.

mja/dpa

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