Nächtliches Unglück Schiffskollision auf Nordsee - Ölteppiche vor Belgien

In der Dunkelheit sind zwei Schiffe vor der belgischen Küste zusammengestoßen, ein Frachter sank. Das Unglück könnte schwere Folgen für die Umwelt haben: Zwei Ölteppiche breiten sich aus.

DPA/VBZR

Gegen 4.15 Uhr am Morgen kam es zur Kollision: Vor der belgischen Küste breiten sich nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe Ölteppiche aus. Die Behörden bereiten sich auf eine Reinigungsaktion vor, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete. Der niederländische Frachter "Flinterstar" mit Heizöl und Diesel an Bord war mit dem Gastanker "Al Oraiq" kollidiert.

Die beiden Ölteppiche von mehr als drei Kilometern Länge treiben dem Bericht zufolge einige Kilometer vor der Küste auf der Nordsee. Eine Gefahr für die belgische Küste mit einem Naturschutzgebiet bestehe nicht, sagte der Gouverneur der Provinz Westflandern, Carl Decaluwé. Allerdings trieb das Öl in Richtung niederländischer Gewässer, wo sie gegen Abend ankommen dürften.

Die Naturschutzorganisation Vogelbescherming Vlaanderen (Vogelschutz Flandern) fürchtet dennoch, das Öl könne zur Gefahr für Zugvögel auf dem Weg nach Süden werden. Mitarbeiter bereiten sich auf die Versorgung ölverschmierter Vögel vor.

Die belgischen Behörden schätzten die Bedingungen für die Arbeit an der Beseitigung der Ölteppiche bei Wellen von bis zu 35 Zentimetern Dicke als gut ein. Der niederländische Frachter "Flinterstar" transportierte laut Belga 73 Tonnen Heizöl und 125 Tonnen Diesel, zudem Stahl und Baumaterialien.

Fotostrecke

4  Bilder
Schiffsunglück vor Belgien: Kollision auf der Nordsee
Vor dem Ort Zeebrüge war es zum Zusammenstoß zwischen dem Frachtschiff und dem Gastanker gekommen. Der Frachter sank, die zwölf Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, es gab zwei Leichtverletzte.

Die "Flinterstar" war auf eine Sandbank aufgefahren und bis zum Oberdeck vollgelaufen. Dort saß das Schiff am Mittag immer noch fest. Der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Gastanker "Al Oraiq" wurde leicht beschädigt in den Hafen von Zeebrügge gebracht. Die Forschung nach den Ursachen der Kollision läuft noch.

wit/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.