Rettung der East Side Gallery 26.000 Unterschriften gegen Luxusbauprojekt

Die Berliner wehren sich gegen einen Luxusbau an der Spree: Rund 26.000 Menschen haben eine entsprechende Petition unterzeichnet. Den Initiatoren geht es um die "Würde" der East Side Gallery.

Visualisierung des Bauprojekts "Pier 61|63"
Trockland und Eller+Eller

Visualisierung des Bauprojekts "Pier 61|63"


"Pier 61|63" heißt das Bauprojekt - und ist vielen Berlinern ein Dorn im Auge. Jetzt regt sich Widerstand: Mehr als 26.000 Menschen haben eine Onlinepetition unterzeichnet. Der Titel lautet "Rettet die East Side Gallery - Kein Luxusbauprojekt Pier 61|63 auf dem Todesstreifen".

In der Mühlenstraße 61 bis 63 soll der "Berliner Morgenpost" zufolge ein Gebäude mit einer Mischnutzung aus Hotel, Gastronomie und Mietwohnungen entstehen. Es soll demnach direkt neben dem viel kritisierten Wohnturm "Living Levels" gebaut werden und 2021 fertig sein. Der Bau ist seit Jahren umstritten.

Initiiert hat die Petition der Vorsitzende der Berliner Clubcommission, Sascha Disselkamp. Ihm zufolge rücke der Bau bis auf 1,50 Meter an die East Side Gallery heran. "Das nimmt diesem wichtigen Ort die Würde", sagte Disselkamp dem SPIEGEL.

Außerdem habe die Berliner Regierung im Koalitionsvertrag versprochen, mit dem Investor über Ausgleichsgrundstücke zu verhandeln. Dieses Gespräch habe noch nicht stattgefunden, so Disselkamp.

2013 wurde ein Teil der East Side Gallery für Bauprojekte abgerissen -dagegen regte sich weltweiter Protest.

jpz

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insgesamt 18 Beiträge
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der.tommy 10.11.2017
1.
Die Architekten von heut „können“ nur noch eins: Würfel. Langweilig, öde, unansehnlich, fantasielos
santoku03 10.11.2017
2.
Richtig cooles Gebäude. Da soll sich Potsdam mal ein Beispiel nehmen, wo nur Preußentalmi wieder aufgebaut wird.
postmaterialist2011 10.11.2017
3. Dann zieh doch weg !
Ich zahle seit Jahr und Tag den Spitzensteuersatz in Berlin und könnte mir nicht vorstellen irgendwo anders zu leben, obwohl ich in über 80 Ländern schon war und lange im Ausland gelebt habe. Dieser scheussliche Wohnblock direkt an der Spree ist unnötig wie ein Kropf. Die Baracke daneben steht bis heute fast komplett leer und war auch damals schon eine Fehlplanung. Übrigens hat mir letzte Woche ein Medizinprofessor aus Pakistan erzählt, dass für viele Pakistani Berlin das Paradies ist, keine Naturkatastrophen, im Vergleich zu vielen Metropolen noch sehr, sehr sicher, politisch stabil und den Menschen geht es verdammt gut. Einfach mal etwas in der Welt reisen und das ewige Gemeckere lassen, oder einfach mal wohin ziehen wo wirklich nichts klappt.
spon-facebook-1261351808 10.11.2017
4.
Berlin boomt und ist die meistbesuchte Stadt nach London und Paris in Europa. Es ist klar, dass hier auch kräftig investiert wird. Und 26.000 Unterschriften spiegeln nicht die Meinung von 3,5 Millionen Berlinern wider.
F.Weissgerber 10.11.2017
5. MAUER endlich aus den Köpfen!
Nostalgie und Mahnung kann man auch übertreiben. Berlin hat Mahnmale bereits ausreichend. Es geht jetzt um das Heute und die Zukunft. Diese zumeist hässlichen Mauerteile sind nur ein Klotz am Bein für eine Stadtentwicklung. Die Schande der Sozialisten oder Kommunisten auf Seiten der DDR kann man auch per stetem Video festhalten. Und genau diese Linken wollen für den Erhalt der eigenen Schande oder Ideologie kämpfen? So blöd kann nur das rückständige, nicht funktionierende rot-grüne Berlin sein. "Where is the beef"?
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