Nach Anschlag auf Breitscheidplatz Berliner Weihnachtsmärkte schützen sich mit Betonpollern

Auf dem Potsdamer Platz in Berlin hat der erste Weihnachtsmarkt des Jahres eröffnet. Knapp ein Jahr nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz sollen nun Betonpoller die Besucher vor Terrorattacken schützen.

Polizisten auf dem Weihnachtsmarkt (Archivbild)
DPA

Polizisten auf dem Weihnachtsmarkt (Archivbild)


Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz liegt beinahe ein Jahr zurück. Als Reaktion auf den Angriff sichern die Behörden die Märkte der Saison zunehmend mit Betonpollern. Am Freitagnachmittag eröffnete mit der "Winterwelt" am Potsdamer Platz der erste Weihnachtsmarkt.

Rund 40 Stück sperren das Gelände mit der bekannten Rodelbahn von der angrenzenden Potsdamer Straße und Stresemannstraße ab, wie die "Berliner Zeitung" berichtet. Der Veranstalter der "Winterwelt", Arnold Bergmann, betreibt mehrere Weihnachtsmärkte in der Stadt. Mit den schweren Barrieren erfülle er eine Auflage der Polizei. Auch Weihnachtsmärkte in Spandau, am Breitscheidplatz, Alexanderplatz und am Schloss Charlottenburg sollen mit Pollern vor Anschlägen mit Autos geschützt werden.

Am 19. Dezember 2016 war der Tunesier Anis Amri mit einem gestohlenen Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast und hatte zwölf Menschen ermordet, fast hundert weitere wurden verletzt. Viele von ihnen sind bis heute traumatisiert, manche noch immer im Krankenhaus. Der 72-seitige Bericht des Sonderermittlers zu dem Anschlag fällte im Oktober ein vernichtendes Urteil über die Arbeit der Behörden, die Amri frühzeitig im Visier hatten und ihn doch nicht festnahmen.

mja

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