Bestien-Alarm Franzosen sichten mysteriöse Großkatze

Auf den Bildern sieht es aus wie eine gewöhnliche Hauskatze, doch die, die das Tier gesehen haben, sind überzeugt: Es handelt sich um eine große, gefährliche Bestie. Seit Tagen verunsichert ein obskures Wesen die Menschen an der nordfranzösischen Küste.


Boulogne-sur-Mer - Das großkatzenänliche Tier ist gestern erstmals fotografiert worden. Nach Angaben der Gendarmerie gelang es einem Spaziergänger, das schwarze Lebewesen nördlich von Boulogne-sur-Mer auf Film zu bannen. "Auf den aus 400 Metern Entfernung gemachten Fotos scheint das Tier keine rundlichen Ohren zu haben wie ein Panther. Schwanz und Körper sind offenbar ziemlich lang", berichtete ein Polizeisprecher. Die Abzüge sollen nun Tierexperten vorgelegt werden.

Das mysteriöse Tier war erstmals am 9. August gesichtet und als ungefähr 1,20 Meter lang und panther-artig beschrieben worden. Tagelang suchte die Polizei in der Küstenregion mit einem Großaufgebot von 80 Polizisten und einem Hubschrauber erfolglos nach der Bestie, die Touristen und Spaziergänger in Angst und Schrecken versetzte.

Erst am Sonntag gelang es einem Beamten, das Tier per Fernglas zu erspähen. Ein in dem Ort gastierender Zirkus sagte der Polizei, er vermisse keine Tiere. Ein Wildtier-Experte, dem die Fotos vorgelegt wurden, wollte sich aber bislang nicht festlegen: "Seiner Meinung nach handelt es sich entweder um einen kleinen Panther", so ein Polizeisprecher zu SPIEGEL ONLINE, "oder um eine sehr große Katze."

Zurzeit seien noch rund 15 Polizisten auf der Suche nach dem Tier. "Es handelt sich um eine simple Vorsichtsmaßnahme", so Hauptmann Therry Balon in der Regionalzeitung "La voix du Nord". "Wir wollen einfach jedes Risiko ausschließen." Dem Bericht zufolge hätten bewaffnete Soldaten darüber hinaus Befehl, neugierige Spaziergänger zu warnen und das Wildtier zu töten, gesetzt den Fall, es würde das kleine Wäldchen verlassen.

Zu Angriffen auf Menschen sei es bislang nicht gekommen, sagte der Sprecher. Im Gegensatz zu Bär "Bruno", der Deutschland und Österreich vor kurzem in Atem gehalten hat, habe das Wildtier auch noch keine Schafe gerissen.

Im Sommer 1986 war 50 Kilometer südlich von Wissant ebenfalls ein pantherartiges Wesen in den Dünen gesichtet worden, das dann aber nie mehr auftauchte. Manche vermuteten damals einen Streich.

dab/AFP

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