Betrugsverdacht: Ermittlungen gegen Sahra Wagenknechts Ehemann
Der Ehemann der PDS-Politikerin Sahra Wagenknecht steckt in der Klemme. Er soll in dubiose Kunstgeschäfte in Millionenhöhe verwickelt sein. Jetzt ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts.
Sahra Wagenknecht: "Das läuft strikt getrennt"
Köln - Öl auf Leinwand, eine junge Frau im dunklem Kleid, düsterer Hintergrund - das Bildnis der "Heiligen Apollonia" sei ein Werk von Leonardo da Vinci und rund 52 Millionen Dollar wert. Auf diese Summe sei das Bild von der Allianz-Versicherung geschätzt worden und werde von dieser auch versichert, sagte Ralph-Thomas Niemeyer gegenüber einem angeblich Kaufinteressierten - einem Reporter des "Stern". Der rheinische Geschäftsmann, der seit Mai 1997 mit der PDS-Politikerin Sahra Wagenknecht verheiratet ist, forderte für das angebliche Da-Vinci-Werk 46 Millionen Dollar - und bot gleich noch weitere Kunstwerke an: Im Angebot habe er Rembrandts und Monets.
Nach Recherchen des Magazins hat jedoch weder die Versicherung das Bild gesehen, geschätzt oder gar versichert, noch habe der italienische Renaissance-Star je auf Leinwand gemalt. Dabei hatte Niemeyer behauptet, die Herkunft des Bildes sei "lückenlos", die Gutachten "erstklassig", dafür bürge ein Echtheitszertifikat eines ehemaligen Restaurators des Kölner Wallraf-Richartz-Museum.
Traumhochzeit im Mai 1997: Wagenknecht und Ralph-Thomas Niemeyer
Wagenknecht, die dem PDS-Bundesvorstand angehört, sagte gegenüber den "Stern": "Ich habe mich nie darum gekümmert, was er beruflich macht. Das läuft strikt getrennt."
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