Kaffee-Ikone Bialetti-Chef in Espresso-Kocher beigesetzt

Renato Bialetti machte die Espresso-Maschine seines Vaters weltberühmt. Auch nach seinem Tod blieb er dem Kännchen treu - seine Asche wurde in einer "Moka" in Italien beigesetzt.

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Vergangene Woche starb Renato Bialetti, Chef des Kaffeemaschinen-Imperiums Bialetti, mit 93 Jahren. Der Italiener und seine "Moka"-Kocher sind weltberühmt, nicht zuletzt weil seit Jahrzehnten sein Konterfei als Comicfigur auf die aus Aluminium gefertigten Kannen gedruckt ist: der l'omino coi baffi. Erkennungsmerkmal: ein riesiger Schnauzbart und ein erhobener Zeigefinger.

Bialettis Liebe zur "Moka" ging offenbar soweit, dass er ihr auch im Tod nahe sein wollte. Am 16. Februar wurde seine Asche beigesetzt - und zwar in einer Bialetti-Kanne.

In der norditalienischen Gemeinde Casale Corte Cerro wurde ein Trauergottesdienst für ihn abgehalten. Dann wurde seine Kaffee-Kocher-Urne auf dem Friedhof beigesetzt.

Erfunden hat die Bialetti-Maschine 1933 Renatos Vater Alfonso. Allerdings war es Renato, der mit einem Gespür für Marketing und Design die "Moka" berühmt machte. In den Fünfzigern schaltete er, damals unüblich, riesige Fernsehkampagnen. Ein Exemplar der "Moka" ist sogar im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es, die Bialetti-Kanne sei gusseisern. Sie wird aber aus Aluminium hergestellt. Wir haben den Fehler korrigiert.

gam/AP



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