"Big Brother II" Sie sind drin

"Big Brother II" hat begonnen. Fast drei Stunden hat der Privatsender RTL am Samstagabend den Einzug der zwölf neuen Kandidaten in den Container in Köln/Hürth zelebriert.


Kandidat Harry beim Einzug
DPA

Kandidat Harry beim Einzug

Köln/Hürth - Seit Mitte Juni war es ruhig in Hürth bei Köln, jetzt sorgte der Start der zweiten Staffel der RTL-Reality-Soap "Big Brother" wieder für volle Straßen zu später Stunde. 1500 Fans erlebten am Samstagabend rund um den dort platzierten TV-Wohn- Container eine mehr als dreistündige Kombination aus Bühnen-Show und Studio-Sendung, in deren Verlauf sie alle zwölf Kandidaten erstmals in Augenschein nehmen konnten.

Um 22.52 Uhr war es dann so weit. Hinter Walter (23), Hanka (31), Harry (40), Jörg (31), Frank (27), Christian (28), Daniela (31), Stefanie (33), Marion (28), Ebru (23), Karim (28) und Alida-Nadine (23) schloss sich die Tür. Bis zum 30. Dezember, also maximal 106 Tage, konkurrieren sie um die Siegerprämie von 250.000 Mark. Das Geschehen im Umfeld erinnerte phasenweise an die Sicherheitsvorkehrungen eines Staatsbesuchs.

Friedliches Gruppenbild vor dem Kampf im Container
AP

Friedliches Gruppenbild vor dem Kampf im Container

Den Fans war das relativ egal. Sie kämpften viel mehr mit dem Regen, der das Rheinland heimsuchte und noch mehr mit aufkommender Langeweile. "Es ist schon ein bisschen wenig los hier", urteilten Steffi (20) und ihre Freundin Christine (19), die aus der Nähe von Stuttgart mehr als 400 Kilometer angereist waren. "Wir waren eben von der ersten Staffel begeistert. Na ja, wenigstens haben wir Alex gesehen."

Dieser trat nicht nur auf, er gab auch Autogramme und verriet, dass er nicht an eine Heirat mit seiner schwangeren, ebenfalls anwesenden Freundin Jenny Elvers denkt: "Ein Kind allein ist noch kein Grund für eine Ehe." Überhaupt ließen sich zur Freude der Fans einige der Ex-Bewohner blicken. Kerstin, Jana und Verena schrieben viele Autogramme. Andrea, die Drittplatzierte der ersten Auflage, analysierte: "Die Bedingungen haben sich für die Neuen sehr verschärft".

Auf jeden Fall machte sich der "supercoole" Christian aus Herne mit seinen überzogenen Sprüchen sehr schnell unbeliebt. Er schaffte es sogar, mit Buh-Rufen in den Container verabschiedet zu werden. Auch von Moderatorin Aleksandra Bechtel fing er sich einen Rüffel ein: "Küss mich nicht wieder auf den Mund!", wies sie ihn in die Schranken. Ganz anders bei Harry: Den bierbäuchigen Rocker mit den dicken Armen hatten viele sehr schnell ins Herz geschlossen; Promi- Gast Linda de Mol schloss sich an: "Der Harry sticht raus."

Die Freunde des österreichischen Kandidaten Walter feierten seinen Einzug im heimischen Graz vor dem Fernseher. Sie setzen auf den smarten Jüngling: "Der hat das souverän gemeistert. Er ist der Star. Sein einziges Problem wird sein, dass er nicht genügend Haar-Gel dabei hat."

Pünktlich um 23.00 Uhr musste dann alles vorbei sein. Die entnervten Anwohner hatten bei der Stadt Hürth diese Auflage erwirkt, die Polizei machte darüber hinaus bei der Abfahrt der Besucher auch einige Anliegerstraßen einfach dicht.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.