"Big Brother" Quotenhoch wenigstens zum Ende

Mit einer Sehbeteiligung von 7,49 Millionen Zuschauern übertraf die Finalsendung der Container-Show die bisherigen Quoten. Gut 39 Prozent der 14- bis 49-Jährigen verfolgten den Sieg der Jura-Studentin Alida live.


Hürth - Nur das Gastspiel von Verona Feldbusch, bei dem sie sich eine Wunde am Kopf zugezogen hatte, begeisterte ähnlich viele Zuschauer. Laut Media Control hatte die Wochenend-Sendung aus dem Hürther Wohncontainer durchschnittlich 4,21 Millionen Zuschauervor die Fernsehgeräte gelockt.

Abgesehen von der Finalsendung hatten die erfolgsverwöhnten "Big Brother"-Macher am Ende der zweiten Staffel aber mit einer Zuschauerflaute zu kämpfen. Trotz allem konnte der Fernsehsender RTL vom Drang zum Voyeurismus profitieren. Der Sender steigerte seinen Marktanteil laut GfK-Fernsehforschung binnen Jahresfrist von vier auf 4,8 Prozent.

Trotz des schwindenden Interesses an "Big Brother" scheint die Vermarktung der Show noch nicht an ihre Grenzen gelangt zu sein. Im RTL-Club-Magazin werden "BB"-Artikel vom Badetuch bis zum Brettspiel angeboten. Und auch die Akteure der zweiten Staffel versuchen sich im Musikgeschäft: Nach dem "Nominator" Christian ("Es ist geil ein Arschloch zu sein") soll der zweitplatzierte Harry im neuen Jahr einen Hit liefern.

Nur eine kurze Verschnaufpause wollen die Macher der Container-Show ihren Fans gönnen. Bereits in gut einem Monat, am 27. Januar, sollen jeweils sechs männliche und weibliche Kandidaten zur dritten Staffel in den Container ziehen. Um der langsam sinkenden Popularität der Show entgegenzuwirken, haben sich die Veranstalter etwas neues einfallen lassen: Für die auf 106 Tage angelegte freiwillige Isolation durften sich diesmal auch Pärchen bewerben.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.