Leitershofen/Augsburg - "Es tut mir im Herzen weh und leid, dass ich vielen Menschen Kummer bereitet habe. Ich bitte um Verzeihung", soll Mixa laut einer Erklärung des Bistums Augsburg auf der Sitzung in Leitershofen gesagt haben. "In offener und vertrauensvoller Atmosphäre" habe man am Montagabend mit dem Bischof "über die schwierige Situation" beraten, hieß es. Die Presse war von dem Treffen ausgeschlossen.
Das aus 35 Pfarrern bestehende Gremium beriet mit Mixa über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe körperlicher Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, falscher Aussagen und finanzieller Ungereimtheiten.
"Der Priesterrat teilt die Sorge vieler um die Glaubwürdigkeit der Kirche", heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Erklärung. Das Bistum befinde sich in einer schwierigen Situation. Der Priesterrat fordert, dass die "Vorwürfe lückenlos aufgearbeitet werden".
Die Vorwürfe gegen Mixa beziehen sich auf Vorfälle aus seiner Zeit als Stadtpfarrer und Vorsitzender des Kuratoriums der Waisenhausstiftung Schrobenhausen. Mixa hatte zunächst kategorisch bestritten, jemals Gewalt gegen Kinder und Jugendliche angewendet zu haben. Zwei Wochen später räumte er allerdings ein, Heimkinder in Schrobenhausen möglicherweise geohrfeigt zu haben. Nach wie vor werden Mixa in eidesstattlichen Erklärungen Betroffener zusätzlich brutale Prügelattacken vorgeworfen, die er aber weiterhin bestreitet.
Außerdem wird vermutet, es sei in der Waisenhausstiftung Schrobenhausen, wo Mixa als Kuratoriumsvorsitzender tätig war, zu finanziellen Ungereimtheiten gekommen. Der Bischof hatte am Montag eine Prüfung angekündigt, nachdem wiederholt Forderungen nach seinem Rücktritt laut geworden waren.
ala/ddp/dpa
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