Zu viele unklare Rechnungen Bischof Tebartz-van Elst droht längeres Exil

Die Auszeit von Franz-Peter Tebartz-van Elst dürfte länger dauern als erwartet. Nach SPIEGEL-Informationen wird der Prüfbericht zum Protzbau des Limburger Bischofs frühestens zu Ostern fertig. Die zuständige Kommission muss sich durch unerwartet viele Rechnungen kämpfen.

Bischof Tebartz-van Elst (Archivbild): Ergebnis frühestens zu Ostern
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Bischof Tebartz-van Elst (Archivbild): Ergebnis frühestens zu Ostern


Hamburg - Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst muss womöglich länger im Exil bleiben als gedacht. "In Erwartung der Ergebnisse" einer Untersuchungskommission zu seinen umstrittenen Bauvorhaben in Limburg hatte ihn der Papst im Oktober vorübergehend ins Exil geschickt.

Nach SPIEGEL-Informationen wird die Kommission ihren Abschlussbericht nicht wie geplant im Januar 2014 vorlegen. Kommissionsmitglieder rechnen mit einem Ergebnis frühestens zu Ostern, womöglich erst zum Sommerbeginn. Die Verzögerung ist auf eine unerwartet große Zahl von Rechnungen und Unterlagen zurückzuführen, die zu prüfen sind.

Die Prüfer sollen ermitteln, wieso die Kosten der Bauten auf dem Limburger Domberg auf mindestens 31 Millionen Euro gestiegen sind. Tebartz-van Elst war wegen des Protzbaus heftig kritisiert worden. Das Projekt wird auf mindestens 31 Millionen Euro veranschlagt. Die Verwaltung des Bistums wurde im Oktober auf den Generalvikar übertragen; der Bischof hält sich in einem bayerischen Kloster auf.

Die Kommission wurde von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzt und steht unter der Leitung des Paderborner Weihbischofs Manfred Grothe. Daneben gehören kircheninterne und externe Finanz- und Baufachleute zur Kommission. Sie sollen nicht nur die Kosten begutachten, sondern auch untersuchen, wer für die Entscheidungen bei dem Bau verantwortlich war.

ssu

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insgesamt 95 Beiträge
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diechefin 08.12.2013
1. Ab in die Klosterzelle
Zur Besinnung und Läuterung sollte man ihn für den Rest seines Lebens in eine Klosterzelle verbannen. Damit er sich wieder auf den Ursprung seines Glaubens besinnen kann !
wurzelbär 08.12.2013
2. Die Auszeit
Zitat von sysopDPADie Auszeit von Franz-Peter Tebartz-van Elst dürfte länger dauern als erwartet. Nach SPIEGEL-Informationen wird der Prüfbericht zum Protzbau des Limburger Bischofs frühestens zu Ostern fertig. Die zuständige Kommission muss sich durch unerwartet viele Rechnungen arbeiten. http://www.spiegel.de/panorama/bischof-tebartz-van-elst-droht-laengeres-exil-a-937837.html
Welche "Auszeit" erhalten die, die Tebartz-van Elst wissentlich übervorteilt haben? Aber das wird dem Pöbel als Entlastung der Kirche sicher mitgeteilt werden. Fortsetzung folgt !
saaman 08.12.2013
3. Das wissen wir heute schon
Entweder war Tebartz besonders dämlich oder verantwortlich für das Limburger Geschehen. In beiden Fällen muss er aus dem Verkehr gezogen werden, weil für ein Bischofsamt untauglich.
stanislaus2 08.12.2013
4. Exil?
Können Sie kein Deutsch? Das ist kein Exil, das ist eine vorübergehende Beurlaubung, bis sich die gerade vom Spiegel in einer beispiellosen Hetzkampagne erzeugte Stimmung wieder beruhigt hat. Wer hat in dieser Sache wohl gelogen? Der Papparazzo des Spiegels oder der Bischof? Die Hamburger Richter haben den Staatsanwaltschaftlichen Strafantrag zurückgewiesen.
hubertrudnick1 08.12.2013
5. Chritliche Einstellungen
Viele die sich zum Christentum bekennen, sollten mal öfter in der Bibel nachschauen und ihre eigene Einstellung überprüfen, denn das was sie an Tage legen hat doch nichts mit dem Grundgedanken des Christentum zu tun.
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