Bleiskandal in Nigeria: Mehr als hundert Menschen sterben an Vergiftung
In Nigeria sind seit März 163 Menschen, darunter 111 Kinder, an einer Bleivergiftung gestorben. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Verseuchte Gebiete im Bundesstaat Zamfara wurden inzwischen evakuiert.
Zamfara - Alle Opfer sollen in illegalen Goldminen in vier entlegenen Dörfern des nigerianischen Bundesstaats Zamfara gearbeitet haben. Insgesamt seien bei 355 Menschen gefährliche Mengen von Blei im Blut gemessen worden, 163 Todesopfer habe die Vergiftungswelle bereits gefordert, sagte Henry Akpan, Direktor des Instituts für Epidemiologie am nigerianischen Gesundheitsministerium. Die Opfer hätten sich vergiftet, nachdem sie mit kontaminiertem Werkzeug, verunreinigter Erde oder verseuchtem Wasser in Kontakt gekommen seien.
Die nigerianischen Behörden haben die Arbeiten in den illegalen Goldminen inzwischen unterbunden und mit der Evakuierung einiger der verseuchten Gebiete begonnen. Internationale Hilfsorganisationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation WHO, sagten medizinische Unterstützung zur Eindämmung der Vergiftungsepidemie zu.
ada/Reuters
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