Tödlicher Blitzschlag: Vierte Golfspielerin erliegt ihren Verletzungen

Es war ein dramatisches Unglück auf einem Golfplatz in Nordhessen: Nach einem Blitzeinschlag waren drei Frauen sofort tot, eine vierte Spielerin konnte zunächst wiederbelebt werden. Nun ist sie in einer Klinik gestorben.

Holzunterstand auf dem Golfplatz Waldeck: Vier Tote nach Blitzeinschlag Zur Großansicht
DPA

Holzunterstand auf dem Golfplatz Waldeck: Vier Tote nach Blitzeinschlag

Waldeck - Sie hatten sich einen denkbar schlechten Unterstand ausgesucht: Während eines heftigen Sommergewitters am vergangenen Freitag hatten sich vier Frauen auf einem Golfplatz in Nordhessen in einer Holzhütte in exponierter Lage untergestellt. Wenig später wurden sie dort vom Blitz getroffen. Drei von ihnen kamen dabei ums Leben. Eine vierte Spielerin war mehrere Minuten klinisch tot, konnte aber zunächst wiederbelebt werden.

Die 50-Jährige aus Kassel erlitt jedoch so schwere Verletzungen, dass sie wegen ihres kritischen Zustandes in eine Spezialklinik nach Hannover verlegt werden musste. Dort ist sie nun gestorben, wie die Polizei in Korbach mitteilte.

Auf dem Golfgelände, das etwa 40 Kilometer von Kassel entfernt liegt, gibt es mehrere Unterstände dieser Art. Sie haben eine Fläche von zwei mal drei Metern, sind an den Seiten mit Holz verkleidet und teilweise mit Bänken ausgestattet. Einen Blitzableiter haben sie nicht.

Kurz vor dem Unglück auf dem Golfplatz hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung für den Kreis Waldeck-Frankenberg veröffentlicht - und auch vor Blitzschlag gewarnt. Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des DWD 40 bis 50 Menschen direkt oder indirekt von einem Blitz getroffen, einige von ihnen tödlich.

aar/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. wieso wird denn keiner den ich kenne das gefühl los,
2049er 03.07.2012
dass dieses traurige ereignis ein symbol, ein " funke" ist in unserer technokratischen zeit zeit. man mag über diesen hypersensiblen einwand lachen, aber warum hält sich diese "kleine" geschichte eigentlich so tapfer in den großen medien?
2.
Darjaan 04.07.2012
tragische Sache aber sowas von vermeidbar... mittlerweile müsste jedes Kleinkind wissen dass exponierte Stellen auf offenen Flächen prädistiniert für Blitztreffer sind... dieser halboffene Holzschverschlag ist nicht nur ungeeignet, nein, das Fatale ist auch dass er uninformierten Menschen suggeriert, sie hätten dort sowas wie Schutz bei einem Gewitter... da Sommerregen sehr oft mit Gewittern daherkommen, sind diese Unterstände einfach nur sinnlos, denn bei längeren Regenfällen ohne Gewitter geht eh niemand Golf spielen und bei kurzen Gewitterschauern nützen diese Dinger nix und sind sogar gefährlich... trotzdem geht mir nicht in den Kopf wie gestandene, 50 Jährige Frauen so naiv und unwissend waren...
3. Arithmetik
derfflinger 04.07.2012
Zitat von sysopEs war ein dramatisches Unglück auf einem Golfplatz in Nordhessen: Nach einem Blitzeinschlag waren drei Frauen sofort tot, eine vierte Spielerin konnte zunächst wiederbelebt werden. Nun ist sie in einer Klinik gestorben. Blitz auf Golfplatz in Waldeck: Vierte Frau stirbt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,842435,00.html)
Es ist augenscheinlich wirklich nichts so alt, wie die Zeitung von gestern... Im vorangehenden Artikel hier auf SPON war zu lesen: Durchschnittlich 10 Tote und 1000 Verletzte durch Blitzschläge... Und schon lesen wir hier: " Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des DWD 40 bis 50 Menschen direkt oder indirekt von einem Blitz getroffen, einige von ihnen tödlich." Geht man weiter von den ⦰ 10 durch Blitze Getöteten aus, wo sind die 960 Verletzten geblieben? D
4. Es ist zwar traurig,
theoköln 04.07.2012
dass nun auch die vierte der Frauen gestorben ist, aber andererseits muss man sehen, wer Minutenlang klinisch tot ist, das heißt dessen Gehirn in dieser Zeit nicht mit Sauerstoff versorgt werden konnte, der hat gute Chancen als Schwerstpflegefall zu enden. Mitunter ohne jemals wieder das Bewusstsein zu erlangen.Die Frage ist also was ist die bessere Lösung in einem solchen Fall. Klingt hart aber man muss sich diesen fakten eben auch Stellen.Vielleicht ist sie ja jetzt irgendwo wieder mit ihren Freundinnen ohne Schmerzen vereint. Schlimm in jedem Fall für die Angehörigen und Freunde!
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