Detonationen in Bologna "Die Druckwelle war gewaltig"

Ein Auffahrunfall führte offenbar zu den Explosionen mit mindestens einem Toten in Bologna. In einem Video der Polizei ist der Unglücksablauf zu sehen.

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Nachdem mehrere Explosionen die Peripherie von Bolgona erschütterten, zeigt ein Video der Polizei nun den Ablauf der Ereignisse: In dem Clip ist zu sehen, dass ein Tanklaster in einen Lastwagen am Ende eines Staus fährt.

Sofort steigen Flammen und dunkler Rauch auf. Als die Autobahn schon evakuiert ist, gibt es eine noch heftigere Explosion. Der Feuerball erstreckt sich weit über die acht Fahrspuren hinaus.

Die Präfektur hatte zeitweise von zwei Toten gesprochen. Am Abend korrigierte die Behörde jedoch laut Nachrichtenagentur Ansa die eigenen Angaben - es sei nur ein Todesopfer bestätigt. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern gehe aber weiter. Laut der italienischen Polizei wurden 60 bis 70 Menschen verletzt.

"Die Druckwelle war gewaltig", zitierte Ansa den Einsatzkoordinator der Feuerwehr, Giovanni Carella. Die Explosionen setzten eine gefährliche Kettenreaktion in Gang: Brennende Trümmerteile setzten andere Autos in der Nähe in Brand, die teilweise auch explodierten.

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Bologna: Detonation auf Autobahn

Ein Video der Polizei auf Twitter zeigt, dass ein Teil der Autobahnbrücke, auf der der Lastwagen unterwegs war, einstürzte und ein klaffendes Loch in die Straße riss.

Wie es zu den Ereignissen auf der Autobahn 14 kommen konnte, werde ermittelt, teilte die Polizei mit. Die Autobahn führt auch am Gelände des Flughafens Bologna entlang. Dieser war nach Angaben des Betreibers aber nicht betroffen. Auch habe es bislang keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb gegeben. Reisende wurden aber angewiesen, sich frühzeitig auf den Weg zum Flughafen zu begeben.

Innenminister und Vizepremierminister Matteo Salvini sprach auf Twitter von einer "entsetzlichen Explosion" und dankte den rund hundert Einsatzkräften der Feuerwehr.

Die Unfallstelle und die Umgebung waren in dunklen Rauch gehüllt. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Wegen der starken Hitzeentwicklung hätten sich die Löscharbeiten zunächst als schwierig erwiesen, berichtete Ansa. Sie seien am Nachmittag aber abgeschlossen worden.

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, mindestens zwei Menschen seien gestorben. Die offiziellen Angaben wurden jedoch am Abend berichtigt, es gab demnach lediglich ein Todesopfer. Wir haben die entsprechenden Stellen korrigiert.

bbr/dpa/AP



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