Bolzplatz bei Münster Fußballtor erschlägt Zwölfjährigen

Tragischer Tod eines Jungen in Nordrhein-Westfalen: Ein Zwölfjähriger ist im münsterländischen Nottuln durch ein umstürzendes Fußballtor ums Leben gekommen. Die Pfosten waren nicht im Boden verankert - nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.


Nottuln/Münster - Ein umstürzendes Tor auf einem Bolzplatz im münsterländischen Nottuln hat einen zwölfjährigen Jungen erschlagen. Das Kind erlag seinen schweren Kopfverletzungen. Einen entsprechenden Bericht der "Westfälischen Nachrichten" (Donnerstag) bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster.

Der Zwölfjährige hatte am Mittwoch mit fünf bis sechs anderen Kindern auf dem Platz Fußball gespielt, als das nicht im Boden verankerte Tor umfiel. Ein Hubschrauber kam zur Rettung, der Junge war allerdings nicht mehr transportierbar.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung: Die Fußballtore seien demnach nicht wieder im Boden verankert worden, nachdem sie zeitweise wegen eines Schützenfestes andernorts abgestellt waren. Geklärt werden müsse nun, ob Fußballtore dieser Art befestigt werden müssen und wer für mögliche Versäumnisse in diesem Zusammenhang die Verantwortung trage, sagte ein Sprecher.

Der Platz, auf dem das Fußballtor steht, gehört den Angaben zufolge der örtlichen Kirche, die es an die Gemeinde verpachtet hat.

han/AFP/dpa



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