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19. Januar 2004, 07:22 Uhr

Bombendrohung auf der Toilette

Fehlalarm in US-Maschine aus Frankfurt

Der Zettel auf der Bordtoilette habe "auf eine Bombe im Flugzeug hingedeutet". Was genau die Botschaft der angeblichen Drohung war, darüber schweigt die Polizei. Doch der befürchtete Anschlag zwang eine amerikanische Passagiermaschine zur Notland im irischen Shannon. Der Alarm erwies sich indes als ungegründet.

Dublin - An Bord der Maschine der US-Gesellschaft Delta Airlines mit 132 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern sei kein Sprengsatz entdeckt worden, teilte Polizeisprecher Martin Casey in Dublin mit. Die Boeing 767-300 mit Ziel Atlanta war am Mittag rund drei Stunden nach ihrem Start in Frankfurt am Main auf den irischen Flughafen Shannon umgeleitet worden.

Die Besatzung der Maschine hatte auf der Toilette von Flug 27 einen Zettel entdeckt, der auf einen möglichen Sprengsatz hinwies, teilte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Aer Rianta mit.

Nach der Notlandung waren Passagiere und Bordpersonal in den Flughafen gebracht und dort befragt worden - der Jet wurde auf einen abgelegenen Teil des Airports gebracht und von Polizisten durchsucht. "Sie haben nichts Verdächtiges gefunden", lautete das Fazit eines Aer Rianta-Sprechers. Heute kann Flug 27 seine Reise nach Atlanta fortsetzen.

Seit den Anschlägen vom 11. September wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Luftverkehr weltweit verschärft. Vor allem amerikanische Fluglinien achten seither verstärkt auf mögliche Hinweise auf ein Attentat.

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