Niedersachsen: Bombenräumung - Großeinsatz in Hannover

Es ist die wohl aufwendigste Bombenräumung, die Hannover je gesehen hat: 25.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, weil in drei Stadtteilen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden.

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Bombenräumung in Hannover: Mehr als tausend Einsatzkräfte im Dienst

Hannover - Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Hannover haben eine logistische Herausforderung zu bewältigen - die wohl aufwendigsten Bombenräumung in der Geschichte der niedersächsischen Landeshauptstadt. Weil an mehreren Verdachtspunkten in den Stadtteilen Vahrenheide, Bothfeld und Sahlkamp Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden, mussten bis neun Uhr rund 25.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben.

Auch mehrere Gewerbebetriebe sowie Alten- und Pflegeheime sind von der Evakuierung betroffen. Die Heimbewohner wurden mit Krankenwagen und Bussen in Sicherheit gebracht. Insgesamt sind rund 1200 Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Anwohner erst am späten Nachmittag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Der Einsatz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes dürfte demnach bis zu acht Stunden dauern.

"Dank der Mitwirkung der Bevölkerung liegen wir voll im Zeitplan", sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittag. Dabei ist noch gar nicht klar, ob sich an den verdächtigen Stellen im Norden der Stadt wirklich gefährliche Sprengkörper befinden. Das können die Mitglieder des Entschärfungsteams erst im Laufe des Tages feststellen. Sollten sich die Funde als Bomben mit Säurezünder entpuppen und eine Entschärfung damit unmöglich machen, wäre eine Sprengung erforderlich, hieß es.

Für Personen, die keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, steht die Käthe-Kollwitz-Schule in der Podbielskistraße als Sammelstelle zur Verfügung. Der Andrang dort hielt sich laut der "Hannoverschen Allgemeinen" jedoch in Grenzen. Es ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800/7313131 eingerichtet.

wit/dapd

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