Partnerstädte Boring und Dull: Laaaangweilig!

Willkommen in der Ödnis: Viel haben das schottische Dorf Dull und die amerikanische Stadt Boring nicht gemeinsam - außer einem Namen, auf den andere nicht unbedingt stolz wären. Deshalb wollen sich die beiden Orte nun zusammentun.

Hier geht's nach Boring: Wegweiser an Highway 212 im US-Bundesstaat Oregon Zur Großansicht
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Hier geht's nach Boring: Wegweiser an Highway 212 im US-Bundesstaat Oregon

Hamburg - Nicht einmal hundert Menschen wohnen im schottischen Örtchen Dull. Immerhin 8000 leben in Boring im US-Bundesstaat Oregon. Obwohl die Distanz zwischen den beiden Orten mehr als 7000 Kilometer beträgt, wollen sie sich nun zusammentun - und das liegt an ihren Namen: Sowohl "Boring" als auch "Dull" lassen sich mit "langweilig" übersetzen.

Die Städtepartnerschaft soll Anfang Juni offiziell beschlossen werden, sagt Stephen Bates, Leiter des Planungsausschusses von Boring. "Es ist wirklich nur aus Spaß, und um unseren beiden Gemeinden ein wenig Aufmerksamkeit zu verschaffen", so Bates. Der Händler für Feuerlöscher denkt bereits über mögliche Austausch-Geschenke nach. "Wir könnten ihnen ein paar Erdbeeren schicken", sagt Bates. "Und sie können uns guten schottischen Whisky schicken."

Geschäftstüchtige Einwohner von Boring wollen sogar T-Shirts mit der Aufschrift "Boring and Dull" drucken lassen. Ihre Stadt ist nach dem Siedler William H. Boring benannt.

Auch in Dull, dessen Name möglicherweise von einem alten gälischen Wort für Wiese oder auch Schlinge stammt, herrscht Vorfreude. Gemeinderätin Marjorie Keddie sagte dem "Daily Telegraph": "Alle amüsieren sich bereits über das auffällige Straßenschild, das es bei einer Partnerschaft geben wird."

Die Idee für die Städtepartnerschaft geht laut der Zeitung "The Oregonian" auf eine Touristin zurück. Die Schottin Elizabeth Leighton reiste dieses Jahr durch Oregon und kam dabei auch nach Boring.

In Boring, das selbstbewusst als "aufregendster Ort zum Leben" für sich wirbt, leben die Einwohner von der Land- und Holzwirtschaft. Zudem verfügt der Ort über eine national anerkannte Schule für Blindenhunde. In Dull in den schottischen Highlands gibt es nach Angaben des Einwohners Peter Campbell dagegen nicht einmal mehr ein eigenes Geschäft.

hut/dapd/AFP

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