Essen - Wochenlang rätselten die Ermittler, nun steht offenbar fest: Der in Bottrop durch einen Schuss gestorbene Bandido Hans B. ist nicht ermordet worden. Nach weiteren Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft inzwischen von einem Suizid aus. Das gaben die Behörden in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.
Die neben dem Mann gefundene Waffe habe ihm gehört, zudem sei lediglich seine DNA daran entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit. Es sei davon auszugehen, dass die tödliche Kugel aus der gefundenen Waffe abgefeuert wurde, sagte ein Sprecher. Außerdem hätten die Beamten an der Kutte des Mannes sowie an seinen Handschuhen massive Schmauchspuren entdeckt, die nur den Schluss zuließen, dass er die Waffe selbst abgefeuert habe. Die Ermittler konnten das entscheidende Projektil jedoch nicht sicherstellen.
Am Tatort waren vier weitere Patronenhülsen entdeckt worden, die aber nicht aus dieser Waffe abgefeuert worden waren. Wie es weiter hieß, soll der Mann in seinem persönlichen Umfeld vor einiger Zeit Suizidabsichten geäußert haben.
Anfangs waren die Ermittler zwar von einem Tötungsdelikt ausgegangen, konnten aber auch einen Suizid nicht ausschließen. Der 49-jährige Rocker war Ende Mai mit einer Schusswunde an einer Landstraßen neben seinem Motorrad entdeckt worden. Der wenig später eintreffende Notarzt konnte den Schwerverletzten nicht mehr retten.
hut/dapd
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