Feuer bei Fichtenwalde Explosionen von Munition erschweren Löscharbeiten

Seit dem frühen Abend stehen 90 Hektar Kiefernwald in Brandenburg in Flammen. Nun wurden die Einsatzkräfte von Explosionen überrascht. Das entsprechende Gebiet darf vorerst nicht betreten werden.

Waldbrand in Brandenburg
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Waldbrand in Brandenburg


Die Löscharbeiten des Waldbrands in der Nähe des Autobahndreiecks Potsdam wurden durch mehrere Explosionen erschwert. Es habe sich um im Boden befindliche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gehandelt, die diese auslösten, teilte der stellvertretende mittelmärkische Landrat Christian Stein (CDU) mit.

Im Gebiet Beelitz sei es während des Zweiten Weltkriegs zu zahlreichen Kampfhandlungen gekommen. Noch immer liegt unentdeckte Munition aus dieser Zeit in Brandenburger Waldgebieten vergraben.

Im Video: Luftaufnahmen von den Bränden in Brandenburg

Wie viele Explosionen es genau gegeben hat, ist bislang unklar. Die Feuerwehr musste zunächst zurückweichen und durfte das entsprechende Gebiet aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten. Auch auf Verletzte gibt es bisher keine Hinweise.

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat zusätzliche Löschfahrzeuge und einen Löschhubschrauber angefordert, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Zeitgleich seien weitere Feuerwehrkräfte auf dem Weg in die Brandregion. Man hoffe das Feuer mit der Verstärkung im Laufe der Nacht löschen zu können, sagte Stein.

Die Feuerwehr war am Donnerstagabend mit einem Großaufgebot angerückt und hatte die 2800 Bewohner des Orts Fichtenwald gebeten, sich auf eine Evakuierung einzustellen. Diese sei mittlerweile verschoben worden, da das Feuer in der Nähe des Ortes unter Kontrolle gebracht sei.

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Waldbrand in Brandenburg: Flammen an der Urlaubsroute

Das Feuer war aus unbekannter Ursache seitlich der Autobahn 9 entstanden, teilte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel mit. Anschließend habe es sich westlich vom Beelitzer Ortszentrum rasend schnell ausgebreitet. Bereits seit Tagen herrscht in weiten Teilen Brandenburgs höchste Waldbrandgefahr. Die andauernde hochsommerliche Hitze hatte bereits in der Vergangenheit zu Wald- und Feldbränden in Berlin und Brandenburg geführt.

Der Waldbrand machte umfangreiche Autobahnsperrungen notwendig - sowohl an der Autobahn 9 von Berlin nach Leipzig als auch zeitweise am Berliner Ring, wie die Polizei mitteilte. Die Staus zogen sich bis zur Autobahn 2, die Magdeburg mit Berlin verbindet.

Bereits seit Tagen herrscht in weiten Teilen Brandenburgs höchste Waldbrandgefahr - wie auch andernorts in Deutschland.

eaz/dpa



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