Minenunglück in Brasilien Schlammlawine begräbt Dorf unter sich

Bei einem schweren Unglück in einem brasilianischen Bergwerk hat es offenbar zahlreiche Opfer gegeben. Ein Abwasserbecken brach, giftiger Schlamm begrub ganze Häuser.

Minenunglück in Brasilien: Schlammlawine zerstört ein Dorf
DPA/ Bomberos

Minenunglück in Brasilien: Schlammlawine zerstört ein Dorf


Nach einem Dammbruch in einem brasilianischen Eisenerzbergwerk im Südosten Brasiliens hat eine giftige Schlammlawine offenbar mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt. In örtlichen Medien war von mindestens 17 Toten und 70 Verletzten die Rede. Behörden und Betreiber teilten mit, noch seien genaue Zahlen nicht bekannt.

Aus bislang ungeklärter Ursache brach zunächst ein Abwasserbecken. Ronald Bento, Chef einer örtlichen Gewerkschaft, sagte der Agentur AFP, durch den Dammbruch habe sich die Schlammlawine über 20 Kilometer in ein Tal ergossen. Dabei erreichte sie das mehr als 400 Einwohner zählende Dorf Bento Rodrigues und begrub zahlreiche Häuser.

Der TV-Sender Globo zeigte Aufnahmen vom Unglücksort; die Häuser waren teils bis zum Dach im Schlamm versunken. Die Region liegt etwa 250 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt. Das Bergwerk wird von dem Unternehmen Samarco betrieben, einem Joint Venture der Konzerne BHP Billiton und Vale.

Samarco teilte mit, man unternehme alles, um den Menschen zu helfen und den Schaden für die Umwelt zu lindern. Rettungsteams sind im Einsatz, um Opfer zu bergen und Überlebende zu versorgen.

sms/dpa/AFP/AP

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