São Paulo - In Brasilien ist ein angehender Student wegen seines Namens zu ungewolltem Internet-Ruhm gelangt. Der 21-Jährige heißt Adolf Hitler oder genauer: Adolf Hitler Souza Mendes. Der Brasilianer bewarb sich um einen Studienplatz an der Universität Rio Grande do Norte in Natal. Sein Name stand - wie mehr als 1500 andere auch - auf der Liste der Kandidaten, die den Sprung in die zweite Bewerbungsrunde schafften. Die Hochschule stellte die Liste auf ihre Internetseite, die dann bald bei Facebook und Twitter die Runde machte. Seither wird der junge Mann in Internetforen gehänselt und gemobbt.
Nun will der junge Mann seinen Namen ändern lassen. "Die Tage von Adolf Hitler sind gezählt", titelte die Zeitung "Novo Jornal", die den 21-Jährigen interviewte. "Ich habe Angst vor den Reaktionen, die der Name hervorruft. Das ist noch nie passiert", sagte der Brasilianer dem Blatt. Als Kind habe er in einem Dörfchen im Landesinnern gewohnt. "Dort kannten nur wenige die Geschichte Hitlers." An der Universität werde er aber mit mehr Vorurteilen zu kämpfen haben. Ein Anwalt sagte, die Namensgebung sei von Beginn an falsch gewesen und eine Änderung unproblematisch.
Warum seine Eltern, vor allem wohl sein Vater, ihm den Namen Hitlers gaben und die Behörden den Namen auch noch eintrugen, bleibt schleierhaft. Die Eltern trennten sich, als Adolf noch ein Kind war. Weil ihn die katholische Kirche als Baby nicht auf Adolf Hitler taufen wollte, tat sie dies auf "Adolf Henrique", wie er dem Portal globo.com erzählte.
Der gutaussehende Brasilianer bekommt im Internet aber nicht nur negative Reaktionen. Vor allem weibliche User gerieten ins Schwärmen. "Das gefällt meiner Freundin nicht besonders", sagte der 21-Jährige.
hei/dpa
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