Rio de Janeiro - Schutt liegt in den Straßen, Autos sind von einer dicken Staubschicht bedeckt: Im Zentrum Rios sind drei Häuser eingestürzt - zwei Hochhäuser und ein kleineres Gebäude. Dutzende Rettungskräfte sind vor Ort und suchten die Nacht über mit Hunden nach Verschütteten.
Die Zahl der Opfer ist unklar. Eine Sprecherin des Zivilschutzes sprach von mindestens zwei Toten, die städtischen Behörden wiesen dies aber später zurück und erklärten, bis zum frühen Donnerstagmorgen seien noch keine Todesopfer bestätigt worden. Der Fernsehsender Globo News meldete unter Berufung auf den Katastrophenschutz elf Tote oder Verletzte.
Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden, mehrere befänden sich vermutlich noch unter den Trümmern, sagte der Bürgermeister der brasilianischen Metropole, Eduardo Paes. Fünf Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden; wie viele noch unter den Trümmern lägen, sei "pure Spekulation".
Über dem Gebiet lag starker Gasgeruch. Der Bürgermeister sagte aber, es bestünden Zweifel daran, ob ein Gasleck das Unglück am Mittwochabend verursacht habe. "Offenbar gab es keine Explosion. Der Einsturz ist durch Gebäudeschäden verursacht worden." Augenzeugen sagten, sie hätten unmittelbar vor dem Einsturz einen explosionsartigen Knall gehört.
Der Einsturz der Gebäude verursachte Panik unter den Menschen in dem historischen Viertel um den Cinelandia-Platz, berichtete Globo News. Die Polizei riegelte das Gebiet ab, der Strom in der Straße wurde vorsorglich abgeschaltet. 30 Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr aus einem Nachbargebäude in Sicherheit gebracht. Die eingestürzten Gebäude liegen in der Nähe des städtischen Theaters. Tagsüber ist die Gegend sehr belebt, abends ist sie eher ruhig.
ulz/AFP/dapd
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