Ferngesteuertes Fluggerät Drohne landet auf Autobahn-Mittelstreifen

Die Braunschweiger Polizei sucht den Besitzer einer Drohne, die auf dem Mittelstreifen der A392 notgelandet ist. Bilder auf der Kamera des Fluggeräts lassen erahnen, um wen es sich handeln könnte.

Gefundene Drohne: Polizei sucht Besitzer
Polizei Braunschweig

Gefundene Drohne: Polizei sucht Besitzer


Braunschweig - Beim Mähen des Mittelstreifens der A392 hat ein Arbeiter eine fünf Kilo schwere Drohne gefunden. Man vermute, dass das Fluggerät beim Kreuz Ölper notgelandet sei, nachdem es den Kontakt zur Fernsteuerung verloren habe. "Glücklicherweise ist sie wohl sanft zu Boden gegangen und hat bei der Landung keine Unfälle verursacht", sagte ein Polizeisprecher.

Bei der Drohne handelt es sich laut Polizei um einen handelsüblichen Quadrocopter, der von vier Rotoren angetrieben wird. Der Besitzer wird gebeten, sich zu melden; bis dahin wird das insgesamt etwa tausend Euro teure Gerät als Fundsache behandelt. Den Bildern auf der Drohnen-Kamera nach zu urteilen, dürfte der Besitzer ein etwa 30-jähriger Mann sein, der mit seiner Familie im ländlichen Bereich nicht allzu weit von der Autobahn entfernt wohnt.

Der Besitzer habe keinen Ärger zu befürchten, berichtete die "Braunschweiger Zeitung". Fluggeräte bis zu einem Gewicht von fünf Kilo dürfen in Deutschland unter Beachtung gewisser Regeln zu rein privaten Zwecken ohne Genehmigung gestartet werden.

Es ist jedoch vorgeschrieben, dass sie nur in Sichtweite des Piloten betrieben werden dürfen. Dieser hat zudem dafür Sorge zu tragen, dass die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird und ein ausreichender Abstand zu Verkehrswegen oder Menschenansammlungen eingehalten wird. Viele Minidrohnen haben eine Notlandefunktion, falls im Flug der Kontakt zur Fernsteuerung abreißt.

ulz/AFP



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