Haus aus "Breaking Bad" Zaun soll Pizzawerfer fernhalten

Was ein "Breaking Bad"-Hauptdarsteller tat, machen Fans nach: Sie werfen Pizzen auf ein Hausdach. Jetzt reicht es, meint eine Bewohnerin - und lässt einen Zaun bauen. Verständnis bekommt sie von prominenter Seite.

AMC

"Breaking Bad" hat seinen Fans viele denkwürdige Szenen beschert. Aber kaum eine dürfte auch nach dem Ende der Serie so nachwirken wie eine Sequenz aus Staffel drei: Aus Frust wirft Bryan Cranston alias Walter White eine Familienpizza auf das Dach seines Hauses.

In dem berühmt gewordenen Gebäude im Viertel Northeast Heights in Albuquerque in New Mexico wohnt Joanne Quintana. Und sie hat die Schnauze voll: Ständig tauchen Fans der Serie auf - das wäre auf Dauer schon nervig genug. Aber manche von ihnen lassen dem Walter White in sich freien Lauf und schmeißen auch eine Pizza aufs Dach - und das geht nun wirklich zu weit.

Standbild aus "Breaking Bad"
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Standbild aus "Breaking Bad"

Quintanas sagte einem örtlichen TV-Sender, sie könne gar nicht immer zählen, wie viele Leute kämen, um das Haus anzuschauen. An einem Tag seien es Hunderte gewesen. Manche klauten Steine, andere liefen durch den Garten. "Sie meinen uns sagen zu müssen, dass wir die Garage zumachen sollen, aus dem Bild gehen sollen - uns sagen zu müssen, was wir auf unserem eigenen Grund und Boden nicht tun sollen."

Und dann auch noch das Pizza-Problem, seit Jahren schon. Ein Mann, der "Breaking Bad"-Fantouren anbietet, erzählte, er habe unzählige Pizzen selbst von dem Dach heruntergeholt. Bereits 2015 sagte "Breaking Bad"-Erfinder Vince Gilligan: "Es ist nicht cool, der Dame eine Pizza aufs Dach zu schmeißen." Nun legte er nach: Die Würfe seien weder witzig noch originell.

So kann es nicht weitergehen, meint Quintana. Sie lässt nun einen rund 1,80 Meter hohen Zaun installieren. Bald soll der Bau abgeschlossen sein - aber schon vorher sollen Leute versucht haben, ihn zu überklettern.

Ein schwacher Trost für Quintana: Auch das Apartment, in dem Aaron Paul alias Jesse Pinkman in der Serie wohnte, ist ein Touristenmagnet. Die Mieterin sagte, jedes Wochenende habe sie mehrere Leute, die ein Selfie an ihrer Wohnungstür machten.

ulz

insgesamt 12 Beiträge
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harry_buttle 12.10.2017
1. ?!?
Der Artikel zeigt die sich steigernde Verblödung der (einiger) Leute. Kann man bei so einem Verhalten wirklich von "Fans" sprechen? Ich fände Idioten passender. Nur meine bescheidene Meinung.
niska 12.10.2017
2.
Mich würde interessieren, was die Stadtverwaltung bzw. Tourismusbehörde hier macht. Bekommen die Mieter oder Besitzer wenigstens eine Entschädigung? Das wäre nur fair, denn die Stadt und die ganzen Hotels und Fantouribusse verdienen ja gut an den Touristen. Hier sollten Gebühren (Fan-Taxe) erhoben werden, die dann voll auf die betroffenen Einwohner umgelegt werden.
J. Hotzenplotz 12.10.2017
3. Nicht aufregen...
...denn für die Filmdrehs werden die Eigentümer der Immobilie normalerweise fürstlich entlohnt. Je nach Objekt kann es schon mal mehrere tausend $ pro Drehtag geben. Dazu kommt die Wertsteigerung, wenn man das ganze mal an Fans verkauft...
niska 12.10.2017
4.
Zitat von J. Hotzenplotz...denn für die Filmdrehs werden die Eigentümer der Immobilie normalerweise fürstlich entlohnt. Je nach Objekt kann es schon mal mehrere tausend $ pro Drehtag geben. Dazu kommt die Wertsteigerung, wenn man das ganze mal an Fans verkauft...
Und der Mieter der Immobilie bekommt nichts ausser Deppen in der Auffahrt. Dann muss er sich wohl was Neues suchen...
Bueckstueck 12.10.2017
5.
Zitat von J. Hotzenplotz...denn für die Filmdrehs werden die Eigentümer der Immobilie normalerweise fürstlich entlohnt. Je nach Objekt kann es schon mal mehrere tausend $ pro Drehtag geben. Dazu kommt die Wertsteigerung, wenn man das ganze mal an Fans verkauft...
Das ist ignoranter Unsinn. Nicht zuletzt weil du ja gar nicht wissen kannst ob diese Leute da schon wohnten als der Schmu gedreht wurde - wenn nicht, haben die exakt gar nichts davon. Es ist aber vorallem deshalb blödsinn, weil es um die Lebensqualität geht! Ständig Horden geistig minderbemittelter abzuwehren ist nicht schön.
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