Hamburg - Die MC-130 raste beim Aufsetzen in das Loch und wurde durch den Aufprall in der Grube völlig demoliert: Das Fahrwerk knickte ein, und der Rumpfboden wurde aufgerissen. Zwischen den beiden Allison-Motoren der linken Tragfläche brach auch noch der Flügel ab.

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Da sich der ausgelaufene Treibstoff nicht entzündete, kam die elfköpfige Crew mit dem Schrecken und mit leichten Verletzungen davon. Dabei hatte sie schon vor dem Aufsetzen in der Nacht des 29. Dezember schlechte Karten: Offenkundig waren die Piloten nicht darüber informiert worden, dass zwischen den Betonplatten des Landestreifens ein Loch klaffte, berichtet jetzt das Fachmagazin "Aviation Week & Space Technology".
Das Flugzeug gehörte zu einer kleinen Flotte von MC-130-Spezialmaschinen im Dienst des so genannten Special Operations Command (Socom). Die umgebauten Hercules fliegen vor allem in der Dunkelheit und setzen Sondereinheiten für verdeckte Missionen in der Wüste ab. Andere MC-130 dienen als Aufklärer und als Tankflugzeuge für Hubschrauber.
Inzwischen klagt die amerikanische Armee über die Zunahme von Unfällen, die ihre Maschinen bei bisher 500.000 Flugstunden in Afghanistan und dem Irak erlitten haben. So gingen den Armeekorps allein acht Helikopter bei Unglücken verloren, darunter drei "Black Hawks" und zwei "Apache"-Kampfhubschrauber. Die Sicherheit müsse deshalb drastisch erhöht werden, fordert nun der zuständige General Richard Cody in einer Anordnung an alle Kommandeure.
Joachim Hoelzgen
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