Suche nach Überlebenden in Genua "Die Hoffnung stirbt nie"

Auch in der Nacht suchen Hunderte Einsatzkräfte unter den Trümmern der eingestürzten Brücke in Genua nach Überlebenden. Mehrere Menschen konnten gerettet werden.

Nachteinsatz in Genua
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Nachteinsatz in Genua


Nach dem verheerenden Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua haben die Rettungskräfte in der Nacht zum Mittwoch unter den Trümmern weiter nach Überlebenden gesucht - mit dem Licht großer Scheinwerfer und der Unterstützung von Spürhunden. "Die Hoffnung stirbt nie, wir haben bereits ein Dutzend Menschen aus den Trümmern gerettet", sagte ein Vertreter der Feuerwehr, Emanuele Gissi, der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte an, die Helfer blieben "rund um die Uhr" im Einsatz.

Nach Angaben des Zivilschutzes sind insgesamt rund tausend Einsatzkräfte an den Arbeiten beteiligt, darunter Beamte von Feuerwehr und Polizei sowie Mitarbeiter des Roten Kreuzes.

Am Dienstagmittag war während eines schweren Unwetters der Polcevera-Viadukt - auch Morandi-Brücke genannt - auf der Autobahn A10 in mehr als 40 Metern Höhe auf einem etwa hundert Meter langen Stück eingestürzt. Um die 30 Fahrzeuge waren zu der Zeit auf der Brücke unterwegs: Autos wurden in die Tiefe gerissen, Lastwagen stürzten in den Fluss Polcevera (mehr zum Thema und möglichen Ursachen erfahren Sie hier).

Video: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

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Die Zahl der Opfer stand noch nicht endgültig fest. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete von 35 Toten. Innenminister Matteo Salvini sprach von "rund 30 bestätigten Todesopfern und vielen Schwerverletzten". Regierungschef Giuseppe Conte, der am Abend am Unglücksort eintraf, nannte eine vorläufige Zahl von 25 Toten und 16 Verletzten, darunter neun Schwerverletzte. Italienische Medien zitierten in der Nacht Kreise des Innenministeriums, wonach 31 Menschen ums Leben kamen, von denen fünf noch nicht identifiziert seien. 16 Menschen wurden demnach verletzt, zwölf davon schwer.

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Weltweit: Schwere Brückenunglücke in den vergangenen 20 Jahren

Der italienische Vize-Regierungschef und Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, wollte sich am Mittwochvormittag gemeinsam mit Verkehrsminister Danilo Toninelli zum Unglücksort begeben. Salvini wird am Nachmittag dort erwartet.

aar/AFP/dpa

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