Buenos Aires Tod im Rekordregen

Auf Straßen konnte man Schlauchboot fahren, Abflüsse waren mit den Wassermassen überfordert: In Buenos Aires ist an einem Tag so viel Regen gefallen wie seit fast hundert Jahren nicht mehr. Dutzende Menschen starben.

AFP

Buenos Aires - Das Unwetter dauerte nicht lange, war aber extrem heftig: In knapp zwei Stunden sind in Buenos Aires 110 Millimeter Regen gefallen. Zahlreiche Autos und Häuser standen unter Wasser, mindestens 33 Menschen starben. Zunächst war von sechs Opfern die Rede gewesen.

Es sei der zweitgrößte Niederschlag an einem Tag seit 1906 gewesen, teilte Bürgermeister Mauricio Macri mit - und der stärkste an einem Apriltag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Straßen der Stadtteile Saavedra, Núñez und Belgrano im Nordosten der Hauptstadt lagen gut einen Meter unter Wasser, Tiefgaragen und Keller liefen voll. Ein Mann sagte dem Nachrichtensender TN, er habe aus dem Fenster seiner Wohnung in einem 2. Stock sein Auto hundert Meter wegschwimmen gesehen. Erst vier Stunden nach Ende des Regens habe das Wasser angefangen abzufließen.

Hunderte von nassen Matratzen, Schulhefte, Möbel und Elektrogeräte häuften sich in Müllcontainern auf den Straßen der überschwemmten Stadtteile. Einheiten der Grenzschutzpolizei installierten Feldküchen.

Insgesamt sind Laut Macri 350.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Der Bürgermeister schob die Verantwortlichkeit für die Folgen der Überschwemmungen der Bundesregierung zu, weil sie der Stadtverwaltung nicht die notwendige Finanzierung für die Erweiterung der unterirdischen Abflusskanäle gewährt habe.

ulz/dpa/AFP



insgesamt 21 Beiträge
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spon-facebook-10000009156 03.04.2013
1. Und die Wissenschaftler werden sich nicht einmal einig welchen Einfluss der Mensch au
Das Klima ändert sich. Neue MIT-Studie: http://www.stern.de/wissen/natur/neue-mit-studie-erderwaermung-doppelt-so-stark-wie-befuerchtet-701376.html Es sind Rückkopplungsmechanismen eingetreten, die sich jedem menschlichen Zugriff entziehen! Weltweit sind jetzt schon 434 Millionen Menschen von Wasserknappheit bedroht. Landflucht, Umweltzerstörung und Klimawandel könnten auch das Hungerproblem verschlimmern. Schon jetzt haben mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit nicht genügend zu essen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erde und ihren Menschen und Ökosystemen muss als viel mehr als nur als Klimamanagement verstanden werden. Auch wird sich die Einsicht durchsetzen, dass Erdmanagement zwar naturwissenschaftliches Wissen zur Entscheidungsfindung nötig hat. In einer multikulturellen Welt aber ist kultur- und sozialwissenschaftliches Wissen genauso vonnöten - vielleicht sogar letztlich entscheidend, um eine nachhaltige und friedliche gesellschaftliche Entwicklungen zu ermöglichen. Hans-Peter Dürr, am 7. Oktober 1929 in Stuttgart geboren, war bis Herbst 1997 Direktor des Werner-Heisenberg-Instituts am Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München. 1987 wurde er mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Dürr ist Begründer der Initiative Global Challenges Network, einer Organisation, die ein Netz aus Projekten und Gruppen knüpft, die konstruktiv und gemeinsam an der Bewältigung der Probleme arbeiten, die uns und damit unsere natürliche Umwelt bedrohen. Homepage der Initiative Global Challenges Network http://www.gcn.de/
segestus 03.04.2013
2. 110 Millimeter sind 11 Zentimeter...
"...in knapp zwei Stunden sind in Buenos Aires 110 Millimeter Regen gefallen..." Also 11 Zentimeter. Das Bild zeigt aber mehr als 11 Zentimeter, oder?
Wer? Ich? 03.04.2013
3. ?
Es vielen Milimeter Regen?
Pitti259 03.04.2013
4. Alles der Klimawandel...
Hört blos auf, jegliches außergewöhnliche Wetterereignis sofort auf den Klimawandel zu schieben. Laut Aufzeichnung gab es 1906 den schlimmsten Niederschlag in Buenos Aires, damals war jedenfalls keine menschgemachte Klimakatastrophe schuld. Jeden Windhauch auf den Klimawandel zu schieben ist Kontraproduktiv.
redkiwi 03.04.2013
5. ja 110mm sind 11cm
Hier darf ja jeder mal. Natuerlich ist auf dem bild mehr Wasser zu sehen, dafuer aber keins auf den Daechern, hohergelegenen Gebieten, von denen das Wasser ja nun auch runterlauft... Frage mich eher fuer welches Regenereignis die Stadtverwaltung ihre Entwaesserung auslegen wollte? Starkregen passieren (wohl auch mit steigender Tendenz), Flaechenversiegelungen passieren und als Resultat dann Ueberflutungen. Und wenn dann noch natuerlich ueberschwemmungsraeume Zugebaut werden, kommt es zum Schaden. Nix neues hier. Schade fuer die Betroffenen.
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