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Reservemagazin für Pistolen: Wie viel Munition brauchen Bundespolizisten?

Dienstpistole der Bundespolizei Heckler & Koch P30: Streit um zweites Magazin Zur Großansicht
REUTERS

Dienstpistole der Bundespolizei Heckler & Koch P30: Streit um zweites Magazin

In der Bundespolizei ist ein Streit über die Bewaffnung der Beamten ausgebrochen. Wegen Terrorgefahr plädiert der Personalrat nach SPIEGEL-Informationen für mehr Munition - stößt aber auf Widerstand.

In der Bundespolizei ist nach Informationen des SPIEGEL ein Streit über Reservemagazine für die Dienstpistole P30 von Heckler & Koch ausgebrochen. Seit Sommer 2009 war darauf verzichtet worden, mit der Pistole ein zweites Magazin ausliefern zu lassen - weil es mit 15 Schuss fast doppelt so viele Patronen enthält wie das Vorgängermodell Sig Sauer P6. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Angesichts der jüngsten Anschläge – wie etwa in Paris – behauptet nun aber der Personalrat, komme es darauf an, viele Schüsse innerhalb kurzer Zeit abgeben zu können. Zudem werde der Magazinwechsel aus gutem Grund für sogenannte Amoklagen ohnehin trainiert.

Bundespolizeipräsident Dieter Romann lehnt das Ansinnen ab, weil die "Gefahrenabwehr für die Bevölkerung durch Evakuierung und Absperrung favorisiert" werde und Spezialkräfte über Maschinenpistolen verfügten.

Die Gewerkschaft der Polizei nennt die Haltung "inakzeptabel", zumal Zollbeamte, die mit derselben Waffe ausgerüstet seien, über ein zweites Magazin verfügten.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 208 Beiträge
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1. Komisch!
robert,haube 20.02.2016
Warum tragen eigentlich Beamte vom Zoll Waffen mit Reservemagazin, wo sich doch fast die ganze Politik einig scheint, dass kein Bundespolizist beim Grenzschutz je zur Waffe greifen darf!
2.
pauschaltourist 20.02.2016
Gefahrenabwehr durch Absperrung. Die Pariser IS-Terroristen hätten vor Flatterband kapituliert. Mit Sicherheit...
3. typisch deutsch
yhz 20.02.2016
Eine Problem, welches in anderen Ländern wohl kaum existieren dürfte. Zum einen sind die Aufwendungen (Geld) geradezu lächerlich, wenn man sieht, wie das geld des Steuerzahlers zum Fenster rausgeworfen wird. Außerdem würde ich nicht in einer Schießerei stecken wollen in welcher mir die Munition ausgeht. Die bisherigen Fälle zeigen, dass die Täter bis an die Zähne bewaffnet waren. Da sind 15 Schuß wirklich extrem knapp zur Selbstverteidigung. An den Schutz den Bürger ist dann wohl kaum noch zu denken. Ich bin kein grßer Anhänger staatlicher Gewalt, aber im Extremfall, und von dem reden wir, sollte die Ausrüstung schon ausreichend sein. Es stellt sich her die Frage, wofür Zöllner eine derartige Bewaffnung benötigen. Dies dürfte wohl ausschließlich historisch zu erklären sein und nichts mit der realen Bedrohungslage zutun haben.
4.
Eduschu 20.02.2016
Was um alles in der Welt bringt die Umrüstung auf eine andere Pistole gleichen Kalibers mit größerem Magazin, wenn dafür auf das Reservemagazin verzichtet wird. Mir fällt nur eine Antwort ein. Die Beschaffungskosten wurden damit schön gerechnet.
5. Herr Dr. Romann,
susybntp11-spiegel 20.02.2016
es stehen in der Republik, wenn es irgendwo knallt nicht direkt Spezialkräfte zur Verfügung. Mit dem mehr an Munition geben sie dem betroffenen Beamten vor Ort mehr Spielraum für seine Verteidigung bis dann irgendwann die s.g. Spezialkräfte da sind. Und außerdem was sind schon 15 Schuß Munition, die sind bei einem kurzen Schußwechsel verbraucht, während die Gegenseite mit ihren Maschinenpistolen munter weiter ballern kann, denn die haben ausreichend Munition dabei.
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