Bundeswehr auf Socken Soldaten dampften Sohlen weg


Hamburg - Heißer Wüstensand hat der Bundeswehr bei der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom“ in Kuweit unerwartete Probleme beschert. Etliche der in Camp Doha nahe der Hauptstadt stationierten Soldaten standen plötzlich auf Socken im Sand. Der Grund: In der Wärme – der Boden heizt sich in der Sonne bis zu 80 Grad Celsius auf – lösten sich die Sohlen von den Stiefeln ab.

Die gewöhnlichen Militärschnürschuhe sind nicht vernäht, sondern geklebt. Bei extremen Temperaturen schmilzt der Klebstoff. Das Phänomen ist für die Bundeswehr nicht ganz neu: Beim Flugabwehr- Manöver "Roving Sands“ in der Wüste des US-Bundesstaats New Mexico schwächte das Materialproblem bereits 1996 die Kampfkraft von Luftwaffen-Soldaten. Nur hat das offenbar niemand den Kameraden vom Heer gesagt, die jetzt in Kuweit Dienst tun.

Derzeit sind gut 50 Bundeswehrangehörige am Golf im Einsatz: Spezialisten für ABC-Abwehr, Wartungspersonal für "Fuchs“-Spürpanzer, Feldjäger und Stabssoldaten.



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