Zusammenstoß mit Rettungswagen Schwerer Busunfall auf dem Weg ins Ferienlager

Ein mit Kindern und Jugendlichen besetzter Reisebus ist in Schleswig-Holstein mit einem Rettungswagen zusammengestoßen. Dutzende Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Der Bus war auf dem Weg in ein Feriencamp.

Reisebus nach dem Unfall auf der Landesstraße 58
DPA

Reisebus nach dem Unfall auf der Landesstraße 58


Bei einem Busunfall nördlich von Lübeck sind am Samstagabend insgesamt 52 Menschen verletzt worden, darunter hauptsächlich Kinder und Jugendliche. Der Bus war mit 38 Kindern, mehreren Betreuern und dem Fahrer an Bord auf dem Weg in ein Ferienlager, als er mit einem Rettungswagen zusammenstieß. Zunächst waren die Rettungskräfte von 46 Verletzten und 42 Kindern in dem Bus ausgegangen.

Die meisten Unfallbeteiligten wurden dabei leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zwei Personen, darunter ein Kind und ein 22-jähriger Betreuer, mussten allerdings mit schweren Verletzungen in eine Klinik geflogen werden.

Auf einer Landstraße zwischen Lensahn und Cismar nördlich von Lübeck kam dem Reisebus der Rettungswagen auf einer Einsatzfahrt entgegen. Laut Polizei wollte ein vor dem Bus fahrender Autofahrer nach links abbiegen, wartete aber, um den entgegenkommenden Rettungswagen passieren zu lassen. Der Busfahrer soll daraufhin auf die Gegenfahrbahn gefahren sein, um das stehende Auto zu überholen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Rettungswagen.

"Der Rettungswagen kippte dabei um und schlitterte noch einige Meter über die Fahrbahn", sagte ein Polizeisprecher. Eine Seitenwand am hinteren Teil des Fahrzeuges und eine Tür am Heck wurden abgerissen. Der Bus kam von der Straße ab und blieb mit stark beschädigter Front an einer Böschung stehen. Ein weiterer Kleinwagen war ebenfalls am Unfall beteiligt und wurde beschädigt.

Neben der Feuerwehr und mehreren Polizeiautos waren den Angaben zufolge mehr als 30 Rettungsfahrzeuge am Unfallort. Zwei Rettungshubschrauber brachten die Schwerverletzten in Krankenhäuser. 20 weitere Verletzte wurden in Kliniken gebracht, wie die Regionalleitstelle der Feuerwehr mitteilte. Darunter war auch die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens.

Die Kinder im Bus waren Polizeiangaben zufolge zwischen 12 und 14 Jahre alt. Sie waren mit ihren Betreuern auf dem Rückweg von einer Veranstaltung. Mehrere Kinder wurden am Abend zurück ins Ferienlager gebracht, wo sie nach Angaben der Regionalleitstelle seelsorgerisch betreut wurden.

stk/dpa/AFP

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