Erdbeben und Tsunami Das große Aufräumen in Chile

Die Zerstörungen sind enorm, mindestens elf Menschen wurden getötet: Das Erdbeben der Stärke 8,4 und meterhohe Tsunamiwellen haben Chile schwer getroffen. Jetzt müssen die Schäden beseitigt werden.

REUTERS

In Chile haben nach dem schweren Erdbeben die Aufräumarbeiten begonnen. Für die besonders betroffene Region Coquimbo rief Präsidentin Michelle Bachelet den Katastrophenfall aus. Damit können Bürgerrechte eingeschränkt werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Hunderte Soldaten wurden in das Erdbebengebiet geschickt.

Dort seien inzwischen bereits 200.000 Haushalte wieder ans Elektrizitätsnetz angeschlossen worden, sagte Energieminister Máximo Pacheco. Im Laufe des Freitags soll die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt sein. In der Region Salamanca könnte es aber noch zwei Tage dauern, bis es wieder in allen Häusern fließendes Wasser gibt.

"Wir haben schwere Schäden an Gebäuden und Schiffen", sagte der Bürgermeister der Stadt Coquimbo, Cristián Galleguillos im Radiosender Cooperativa. Nach dem Beben der Stärke 8,4 war die Hafenstadt von über vier Meter hohen Tsunamiwellen getroffen worden. "Seit 1923 hatten wir keine Überschwemmungen mehr bis ins Stadtzentrum", sagte Galleguillos.

Bei dem sechststärksten Erdbeben in der Geschichte Chiles kamen mindestens elf Menschen ums Leben. Nach der Tsunami-Warnung wurden entlang der Küste rund eine Million Menschen in Sicherheit gebracht. Hunderte suchten Notunterkünfte auf. Rund 180 Gebäude wurden zerstört, betroffen waren vor allem einfache Häuser aus Lehmziegeln.

Kleinere Flutwellen erreichten am Morgen Japan. Entlang der Pazifikküste wurden Wellen mit einer Höhe von bis zu 70 Zentimetern registriert, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Die Bewohner entlang der Küste waren aufgefordert, das Ufer zu meiden.

wit/dpa



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