Auffahrunfall Fünf deutsche Touristen sterben bei Busunglück in China

Ein schwerer Verkehrsunfall hat in China sechs Tote gefordert, darunter vermutlich fünf deutsche Touristen. Der Botschaft zufolge befanden sich insgesamt 19 Deutsche an Bord des verunglückten Busses. Über die Ursache der Kollision ist noch nichts bekannt.

Busunglück in China: Sechs Menschen starben, 14 wurden verletzt
REUTERS

Busunglück in China: Sechs Menschen starben, 14 wurden verletzt


Peking - Bei einem Busunglück im Nordosten Chinas sind am Montag fünf deutsche Touristen und ein Chinese ums Leben gekommen. Gegen 8.30 Uhr Ortszeit kam es auf der Autobahn zwischen Peking und Shanghai nahe der Stadt Tianjin zu dem Auffahrunfall. Der Bus prallte auf einen Lastwagen und ging in Flammen auf.

Das Auswärtige Amt bestätigte den Tod von mindestens vier Deutschen bei dem Unglück. Laut Informationen des Ministeriums waren insgesamt 19 Deutsche an Bord des Busses. Bei den Reisenden soll es sich laut Agenturberichten um Ärzte gehandelt haben. Laut ZDF-Informationen stammt die Reisegruppe aus Bayern. Über den Zustand der meisten von ihnen könnten zunächst keine Angaben gemacht werden, hieß es in Berlin.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden 14 Businsasssen verletzt. Wie die "Welt" unter Berufung auf einen Klinik-Sprecher berichtet, sind auch unter ihnen Deutsche. Die Verletzten wurden ins Bezirksspital "Wujing-Renmin Yiyuan" und das Volkskrankenhaus in Tianjin gebracht. Die Stadt liegt rund 150 Kilometer südöstlich von Peking.

Mitarbeiter der deutschen Botschaft seien nach Tianjin geeilt, um diese Fragen zu klären und die verunglückten Deutschen konsularisch zu betreuen, hieße es. Der deutsche Botschafter in Peking ist mittlerweile ebenfalls dorthin gefahren, um Unterstützung zu leisten. Staatliche chinesische Medien berichteten von fünf deutschen Opfern.

Die Unfallursache ist bisher ebenso unklar, wie die Zahl der Menschen, die an Bord des Busses waren. Unter Berufung auf die Polizei berichtete Xhinhua, es habe sich um eine Reisegruppe eines in Peking ansässigen Veranstalters gehandelt.

Das Unglück ereignete sich am chinesischen Nationalfeiertag. Das Jubiläum der Gründung der Volksrepublik steht am Beginn mehrerer arbeitsfreier Tage, an denen zahlreiche Menschen in die Ferien fahren oder ihre Angehörigen besuchen.

bim/ala/dpa/AP



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