China: Sandsturm hüllt Peking in gelben Staub

Eine Stadt versinkt im Schmutz: Ganz Peking ist von einer dicken Staubschicht bedeckt. Grund ist ein schwerer Sandsturm, der auch für Chaos im Luftverkehr sorgte. An die Warnungen der Behörden, besser zu Hause zu bleiben, hielten sich viele Chinesen trotzdem nicht.

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Sandsturm über Peking: Eine Stadt sieht gelb
Peking - Ein starker Sandsturm hat Peking am Samstag in eine gelbe Staubwolke gehüllt. Über der chinesischen Hauptstadt lag am Morgen eine dichte Sandschicht, die Sicht war stark eingeschränkt. Mehrere Flüge auf dem internationalen Flughafen konnten nur mit Verspätung starten. Die Behörden warnten vor starker Luftverschmutzung und riefen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Viele Menschen gingen trotzdem auf die Straßen, manche waren mit Schutzmasken unterwegs.

Der Sturm hatte zuvor bereits im Nordosten des Landes getobt. 16 Millionen Menschen seien betroffen, berichteten staatliche Medien. In den Regionen Gansu und Ningxia sei auch mit Ernteschäden zu rechnen. Der Sturm soll nach Einschätzung von Meteorologen noch bis Montag andauern.

Im Norden Chinas treten immer wieder starke Sandstürme auf, die Staubwolken werden teilweise bis in die USA geweht. Experten machen dafür die Entwaldung und die starke Trockenheit im Norden Chinas verantwortlich. In China gibt es nach offiziellen Angaben 2,6 Millionen Quadratkilometer Wüste - das ist fast das Zweieinhalbfache der landwirtschaftlichen Anbauflächen.

Um die verbliebenen Vegetationsbarrieren zu stärken, investiert die Regierung Millionen Dollar in die Anpflanzung von Bäumen. Erschwert werden die Bemühungen durch den Klimawandel und den immer stärker steigenden Wasserbedarf des Riesenreichs. Vor vier Jahren hatte ein Sandsturm rund 300.000 Tonnen Staub nach Peking gewirbelt.

hpi/afp/rtr/dapd/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. sand
autocrator 20.03.2010
sand-/staubstürme im spätwinter/frühfrühling sind in peking/nordchina nichts ungewöhnliches. richtig dargestellt sind die probleme: wald, wasser, luftqualität. die nachricht hat also einen neuigkeitswert von ziemlich gleich null. schade.
2. Sand
pekingpete 21.03.2010
Wieder einmal schafft es der Spiegel, moeglichst einseitig ueber Zustaende in CHina zu berichten. Da kann dann sogar ein Sandsturm herhalten. Kritik an einem Regime zu ueben ist das eine, deshalb aber auch bei der Berichterstattung ueber ein Naturereignisse masslos zu uebertreiben etwas anderes. Von einer "dicken Staubschicht" oder gar einer "dichten Sandschicht" zu sprechen, dramatisiert die zugegebenermassen vorhandene Staubwolke doch betraechtlich. Ein Blick auf die Spiegel-Fotos bestaetigt dies. Man muss sich schon wundern, ob hier gezielt negative Stimmung gemacht und Desinformation der Leser betrieben wird.
3. Sandsturm
Lei Ming 21.03.2010
Na ja, als ich am Samstagmorgen in Qinhuangdao, 300 km östlich von Beijing, in mein Auto steigen wollte traf mich der Schlag. Der schwarze Honda sah aus, als sei er mit Lehmbrühe übergossen worden. Ein leichter Regen in der Nacht hatte den Staub gebunden und die ganze Stadt in lichtem Ocker eingefärbt. Die Autowäscher hatten Hochbetrieb, die Luft war wieder Staubfrei.
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