China Viele Tote und Hunderte Verletzte bei Taifun "Hato"

Die Verwüstungen sind gewaltig, die Opferzahlen steigen weiter: Wegen des Taifuns "Hato" sind in China mehr als 15 Menschen ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt.

Umgestürzte Bäume in Maca
REUTERS / Karen Yung

Umgestürzte Bäume in Maca


Der verheerende Taifun "Hato" hat in Südchina eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. "Im Vergleich zu anderen Taifunen bewegte sich 'Hato' zügig vorwärts, wurde schnell immer stärker und verursachte massive Mengen an Niederschlag", sagte Wu Zhifang vom Wetteramt der Provinz Guangdong. Die Behörden gaben Warnungen vor Erdrutschen und Überschwemmungen aus.

Am schwersten getroffen wurde die Casino-Metropole Macau, wo nach offiziellen Angaben mindestens acht Menschen ums Leben kamen. Fernsehbilder zeigten überschwemmte Straßen, in denen Menschen schwammen, Autos standen unter Wasser. Insgesamt wurden in der chinesischen Sonderverwaltungszone nach Behördenangaben 153 Menschen verletzt. Die meisten von ihnen wurden von herumfliegenden Teilen getroffen.

Mit hohen Wellen, heftigen Böen und Wolkenbrüchen hatte der stärkste Taifun seit fünf Jahren am Mittwoch in der Region gewütet. Hunderttausende Menschen, die in der Nähe der Küste lebten, wurden in Sicherheit gebracht. Videos in sozialen Netzwerken zeigten in vielen Stadtteilen überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und umherwirbelnde Teile, etwa von Baugerüsten. Baukräne knickten wegen des staken Windes um.

Im Video: Hongkong ruft höchste Alarmstufe aus

Schwer traf der Sturm auch Hongkong, wo mehr als 120 Menschen verletzt wurden. Videos in sozialen Netzwerken zeigten in vielen Stadtteilen überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und umherwirbelnde Teile, etwa von Baugerüsten. Baukräne knickten wegen des starken Windes um.

In der Provinz Guangdong kamen mindestens acht Menschen ums Leben, wie das Ministerium für Zivile Angelegenheiten mitteilte. Mehr als 26.000 mussten laut der Nachrichtenagentur Xinhua in Notunterkünften untergebracht werden. Rund zwei Millionen Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.

Die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 207 Kilometern pro Stunde, wie das Wetteramt der Stadt berichtete. An Hongkongs Küsten türmte der Taifun meterhohe Wellen auf, einige Stadtgebiete standen knietief unter Wasser. Umgestürzte Bäume machten viele Straßen unbefahrbar. Analysten sagten der "South China Morning Post", sie rechneten mit wirtschaftlichen Schäden von umgerechnet bis zu 870 Millionen Euro.

mxw/dpa/AFP/AP



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