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China: Tausende Mönche nach Erdbeben obdachlos

Ausnahmezustand im Nordwesten Chinas: Seit dem schweren Erdbeben vor knapp zwei Wochen sind auch mehr als 8000 Mönche ohne Obdach. Sie müssen in Zelten ausharren.

Katastrophe in China: Beben im Morgengrauen Fotos
AFP

Peking - Durch den Erdstoß der Stärke 6,9 wurden rund 90 Klöster beschädigt, wie die staatliche Zeitung "China Daily" am Montag berichtete. Nach Angaben der Behörden der Provinz Qinghai sollen die Wohnbereiche der Klöster bis zum Ende des Jahres wieder bewohnbar sein.

Solange müssen die Mönche nun weiter in Zelten ausharren. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollten die Glaubenseinrichtungen auch Wasser-, Strom- und Internetanschlüsse erhalten, kündigte ein Behördenvertreter an.

Allein im vom Beben betroffenen Bezirk Yushu im tibetischen Hochland sind in Hunderten Klöstern mehr als 23.000 Mönche und Lamas, sogenannte Lehrer im tibetischen Buddhismus, zu Hause. Sie hatten nach dem Beben eine Schlüsselrolle bei den Such- und Rettungsarbeiten übernommen: Die Geistlichen gruben nach Überlebenden, verteilten Essenslieferungen und äscherten Hunderte Leichen ein, um Seuchen zu verhindern.

Bei dem schweren Beben in der vor allem von ethnischen Tibetern bewohnten Region kamen dem Bericht zufolge 84 Mönche ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Insgesamt starben mehr als 2200 Menschen.

jdl/AFP

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Google-Karte: Yushu in der Provinz Qinghai
Die schwersten Erdbeben
Die stärksten Beben seit 1900
1960 Chile, Valdivia , Stärke 9,5
1964 Großes Alaska-Beben , Stärke 9,2
2004 Seebeben vor Sumatra , Stärke 9,1
1952 Kamtschatka, Stärke 9,0
2010 vor Maule, Chile , Stärke 8,8
1906 vor Ecuador, Stärke 8,8
Todesopfer bei Beben
1976 China, Tangshan , offiziell 255.000 Tote, inoffizielle Schätzung: 655.000 Opfer
2004 Seebeben vor Sumatra , 227.898 Tote
2010 Haiti , nach offizieller Schätzung 222.570 Tote
1920 China, Haiyuan , 200.000 Tote
1923 Japan, Kanto, 142.800 Tote
1948 Turkmenistan, Ashgabat, 110.000 Tote
Historische Beben
1556 China, Shaanxi , 830.000 Tote
1976 China, Tangshan , offiziell 255.000 Tote, inoffizielle Schätzung: 655.000 Tote
1138 Syrien, Aleppo, 230.000 Tote
2004 Seebeben vor Sumatra , 227.898 Tote
2010 Haiti , Stärke 7,0, 222.570 Tote
856 Iran, Damghan, 200.000 Tote

Quelle: U.S. Geological Survey


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