Sexistische Sprüche über Olympiasiegerin Radiomoderator wird gefeuert

Sexistische Bemerkungen über die 17-jährige Olympiasiegerin Chloe Kim haben einen Radiomoderator in den USA den Job gekostet. Ein Sender kündigte ihm - da half auch nicht das Bekenntnis, ein "Idiot" gewesen zu sein.

Chloe Kim
REUTERS

Chloe Kim


US-Radiomoderator Patrick Connor muss nach sexistischen Sprüchen über Olympiasiegerin Chloe Kim Konsequenzen tragen. Der Sender KNBR in San Francisco, bei dem er als Moderator arbeitet, kündigte ihm. Das berichtet der Sender CNN.

Kurz zuvor war Connor bei einem anderen Sender, Barstool Radio's Sirius XM, als Co-Moderator aufgetreten und hatte äußerst unpassende Bemerkungen über die 17-jährige Sportlerin losgelassen. "Ihr 18. Geburtstag ist am 23. April. Der Countdown läuft, Baby", sagte er live in der Sendung "Dialed-In with Dallas Braden".

"Das ist es, was ich an den High-School-Mädchen mag", fügte Connor hinzu und sagte dann weiter: "Wenn sie 18 wäre, würde ich freimütig sagen, dass sie a 'little hot piece of ass' ist. Denn genau das ist sie. Ich bin ein riesiger Fan von Chloe Kim." Im Hintergrund war CNN zufolge zu hören, wie andere Moderatoren über die Sprüche lachten.

Die Bemerkungen lösten in sozialen Netzwerken umgehend Empörung aus - und als Connor am nächsten Tag wieder in der Sendung auftrat, forderte Gastgeber Dallas Braden eine Entschuldigung. Connor müsse die Sache wieder in Ordnung bringen, sonst sei dies sein letzter Tag gewesen. "Wir nehmen diese Sache absolut ernst", sagte Braden seinen Hörern.

Connor: "kompletter Idiot"

Connor mühte sich, seinen Fehler auszubügeln. Bei Twitter schrieb er: "Es tut mir aufrichtig leid, Chloe". Er entschuldigte sich auch bei Hörern und Kollegen dafür, dass er ein "kompletter Idiot" gewesen sei. On Air entschuldigte er sich zudem bei Kims Vater, seiner eigenen Frau und dem Barstool-Management. Seine Bemerkungen seien dumm, unsensibel und respektlos gewesen. Er habe dafür jede Menge Ärger bekommen, und "den verdiene ich auch", sagte Connor. "Ihr müsst kein Mitleid mit mir haben."

KNBR habe Connors Rauswurf bestätigt, allerdings keine Angaben zu den Gründen gemacht, berichtet CNN. Connor und Barstools Sports hätten auf Anfragen nicht reagiert.

Der Sender ist laut einem Bericht des "Guardian" bekannt dafür, dass dort öfter sexistische Sprüche fallen und ein derber Humor vertreten wird. Weil eine Journalistin im Arbeitsvertrag unterschreiben sollte, dass sie damit einverstanden sei, habe sie auf den Job verzichtet. Gründer Dave Portnoy sagte dazu: Man rufe keineswegs etwa dazu auf, Frauen sexuell zu belästigen oder zu begrapschen. Es ginge nur um Witze.

fok

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